Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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48 Untersuchungen über die Entwicklung usw. das defektiv geschriebene ישכבן. als שבבן:, das ני^ als בני, Dann fragt sie nach dem Verbum מעכירים, welches doch die beiden Söhne Elis als Subjekt habe; denn מעכירים bedeute ja ,sie verführen“. Darauf antwortet die Gemara: Es steht מעכירם (ohne das Jod der männlichen Pluralendung) und diese Form deutet an, dass nur einer gesündigt hat. Es ist zu erklären, wieso die Gemara ישכבן und מעבירם als Singulare auffassen kann. Man könnte wohl sagen, dass die Pluralbedeutung beider Wörter dadurch abgeschwächt sei, dass sie bezüglich der Plural-Charakteristika Wau {bei ישכבן) und Jod (bei מעבידם) defektiv geschrieben seien. Es gibt aber noch eine bessere Erklärung: שבבן': ist eine richtige grammatische Form, nämlich ישוב אותן:; ebenso מעביר או^ם — מעבירם. Easchi nun hält diese Gemarastelle für unrichtig; denn sie setze voraus, dass das zweite Jod von מעבירם fehle, was unserem massoretischenTexte widerspreche. Auch der massora gedola sei dies zu entnehmen; denn in der Massoraangabe, welche alle Wörter aufzähle, in welchen ein Jod gelesen werde, das nicht geschrieben sei, stehe dieses מעבירם nicht, was (nach unserer Gemara) umso auffälliger sei, da diese Massoraangabe eine genaue Zahl der Beispiele angebe. Daraus sei zu schliessen, dass das Wort מעבירם die in dieser Liste behandelte Eigentümlichkeit nicht zeige und als מעכירים zu schreiben sei. Mithin ergibt sich nach Easchis Auffassung, dass die in der Gemara gegebene Antwort nicht richtig sein kann. Andererseits aber sei auch ihre Frage unberechtigt; denn das Subjekt zu מעבירים, welches tatsächlich im richtigen Plural stehe, seien nicht ,die Söhne Elis“, sondern sei ,das Volk“, welches Wort als Kollektivbegriff den Plural regieren könne. Die Bedeutung von מעבירים sei ,verlauten lassen“ (oder ähnlich) und nicht ,verleiten“; denn diese Bedeutung würde inhaltlich gar nicht passen, da die Söhne Elis — angenommen sie hätten beide gesündigt — das Volk nicht ,verleitet“, sondern nur selbst ,eine Sünde begangen hätten“ *), was hebräisch עוברים Messe. ') Gegen diese Auffassung Baschis könnte man einwenden, dass die Gemara doch wenige Zeilen vorher ziemlich klar erklärt hat, sie hätten