Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Rashi 2× ep/1002670
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 35 lässt sich sonst noch aus den in seinen Kornmentaren vorkommenden Bemerkungen über die Massora für deren Geschichte entnehmen? § 25. Graetz vertritt den Standpunkt, dass Raschi unter M G nur ein massoretisches Sammelwerk, und zwar gerade nur H, verstanden^ haben kann. Er beweist dies so (Art. S. 23): In Raschis Bibelkommentar zu Hos 8,4 ist zu lesen: בספר המסורה מוכיח כן שחברו במסורת כתבץ שין וקרץ סמך. Da Raschi hier seine Massoraangaben aus einem ספר entnommen hat, ״worunter doch nur ein selbständigesabgeschlossenesBuch verstanden sein kann/‘ ist bewiesen, dass Raschi ein Sammelwerk der Massora benutzt hat, d. h. ein Buch Ochla. Wer jedoch weiss, dass in der Bibliothek zu Parma eine aus dem 14. Jahrhundert stammende Handschrift eines Werkes ist, welches den genannten Titel ספר המסורה*) führt * 2), wird ganz anders als Graetz schliessen. Dieses Werk ist nämlich ganz und gar nicht eine Ochla-Schrift, sondern ein massoretisch-kritischer Kommentar zum Pentateuch3). Raschi hat wohl dieses Werk gemeint. Hiermit ist Graetzs erster Beweis hinfällig geworden. Sein zweiter ist folgender (Art. S. 23 ff.): Fast alle von Raschi angeführten Massorazitate finden sich in H I oder H II; also hat Raschi eine Ochla-Schrift und zwar gerade H vor sich gehabt. Nein, mit aller Entschiedenheit sei’s gesagt, dadurch ist gar nichts bewiesen. Selbst im günstigsten Fall, wenn alle ג) Das ספד המסירה ist wohl identisch mit einem ספר מסורת (die genaue Wiedergabe der Titel wurde in jener Zeit noch nicht für so wichtig gehalten wie in unserem bücherreichen Jahrhundert), welches in einem von Bruns (S. 1252) aus dem Codex Kennicott 206 (Anm.) angeführten Zitat erwähnt wird. Die Stelle lautet: תפשתי ודקדקתי בכל הספרים המדויקים וגם במסורת (Gn 1,28) וכבשוה ולא מצאתי שקון» («־שכתוב). וכבשוה אכן בספר המובחר הנקרא ספר מסורת ששמש בו הגאון מור״ר אייזק שטיין עב מצאתי בהדיא וכבשוה. 2) Cf. Zun z, Zur Geschichte und Literatur, erster [einziger] Band ^Berlin 1845) S, 117. 3) Die oben genannte Angabe mag vielleicht zu Ex 33,22 gestanden haben. Es ist dies der erste Bibelvers, welcher ein Wort enthält, das Sin hat, obwohl der Stamm sonst mit Samech geschrieben wird.