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Jeschurun · 1923-11-01 · Heft 11-12 (November 1923) · p. Seite 463

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Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 11-12 (November 1923)
Date
1923-11-01
Page
Seite 463 (sequence 75)
Language
German
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Untersuchungen über die Entwicklung uaw. 4^S Wir können auch liier die Methode anwenden, welche wir oben (§ 18—19) für die Untersuchung über die Abhängigkeit von Massoraangaben därgestellt haben. Es genügt der eine Hinweis, dass von der Erweiterungsliste H 15G in P an drei Stellen, getrennt von einander, klcdne Teile zu finden sind, wahrend der weitaus grösste Teil dieses Verzeichnisses in P überhaupt nicht steht. Dies wäre sehr auffallend, wenn H dem P Vorgelegen hätte; denn dafür, dass P nur einige Listen aus H 156 ausgewählt batte, ist ein Grund nicht ersichtlich. Kann Mf vor*?abhängig sein? Nein! denn 1. erklärt Mf 12 מ, den ersten Teil des״ Verzeichnisses nicht vor sich gehabt zu haben. InP ist er aber vorhanden. 2. Mf 15 ה weiss (cf. § 22 Ende 3.) das in diese Liste stehende Beispiel nicht zu finden. InP steht es aber. Durch vorstehende Untersuchung ist bewiesen, dass H, P und Mi von einander unmittelbar nicht abhängig sind, dass ihre grosse U ehe reinstimmang nur auf die gemeinsame QuelleXzurück-׳ zuführen ist (Fortsetzung folgt.) lieber den Minhag. Von Rabbiner Dr. Isaak Unna, Mannheim. Die Art, wie das Recht aus den ersten Anfängen stufenmassig fortschreitend sich entwickelt, bildet eine der interessantesten Erscheinungen im Leben der Völker. In der frühesten Periode sind Sitte und Recht noch nicht von einander geschieden. ln der Sitte findet die rein sittliche Anschauung des Volkes ihren Ausdruck, und ganz dieselbe Form ist es, in der im Gewohnheitsrecht die rechtliche Ueberzeugung zur Erscheinung gelangt Es ist, wie Ihering sagt, die sittliche Substanz im Zustand der Flüssigkeit, das Chaos, in dem die Elemente der sittlichen Welt noch ungeschieden durcheinander wogen und aus dem erst höchstallmählich die Gegensätze und Arten sich scheiden. Das Fort-

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