Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 11-12 (November 1923)
- Date
- 1923-11-01
- Page
- Seite 430 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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430 Exegetische Beiträge u. A. wollen unter מקדש ה׳ das Haus in Sichern, in dem die heilige Lade (die hei jener Gelegenheit wohl hingebracht wurde) provisorische Unterkunft gefunden hatte, verstehen. Eine Not־ erklärung, die nirgends eine Stütze finden kann, da מקדש überall einen öffentlichen Tempel, ein Zentralheiligtum, in dem dauernd (wenigstens eine gewisse Zeit) der Gottesdienst verrichtet wurde, bedeutet. Ehrlich in seinem מקיא כפשוטו schreibt: במקדש ה׳ והדבר מעשה בשים (למעלה פשוק א׳) והמשק ביכדם החב בשלה (למעלה י" ת אי) לעייב צדך לומר שמקדש ה־ האמיר באי המקום שנקהלו כל בד ישראל אל יהושע לשמוע מפ׳־ו דבר ה, ונקדש המקום ההוא לשעתו ע״יי הברית הכרותה שם יעל ידי החוק והמשפט. Er folgt somit den aichtjüdischen Er klarem4} die מקדש ה׳ mit ״heiligen Platz״ übersetzen, eine Erklärung, die vollkommen unmöglich ist, da überall in der Bibel wo מקדש vorkommt, an einen Tempelb a u oder eine Stiftshütte gedacht wird, nirgends aber an einen Platz. Wenn einmal מקדש mit dem Begriff מקים verbunden werden sollte, da heisst es ausdrücklich מקום מקדשי (Jes. 60, 13) oder wie in Ex. 3, 5 . . . המקום אדמת קדש. Hätte der Erzähler uns, wie Keil meint״), den Ort unter der Eiche oder Terebinthe als den ״heiligen“ bezeichnen wollen, so hätte er sicherlich geschrieben: דקח אבן גדולה ו'קימה שם על הבכר הקדוש אשר תחת האלה oder על אדמת הקדש אשר תחת האלה. Targ. hat, um der oben erwähnten zweiten Schwierigkeit aus 4) Vgl. C. T. Keil, Commentar zu Josaa 2. Äufl. S. 123/4 : ״Da במקדש weder ad sanetuarium bei oder rieben dem Heiligtum, noch auch im loco quo sanetuarium positum erat bedeutet, so kann מקדש ה׳ natürlich nicht die Bundeslade sein, die man etwa aus der Stiftshütte behufs der Bundeserneuerung gebracht hatte. Noch weniger ist an die Stiftshütte zu denken, die nicht zu einzelnen heiligen Handlungen von Ort zu Ort geschaht wurde, auch nicht an einen Altar, in weichem doch keine Eiche stehen konnte oder an irgend ein anderes ungcsetzliebes Heiligtum Josuas, dergleichen es damals in Israel nicht gab. Das Heiligtum Josuas zu Sichern ist nichts anderes als der heilige Platz unter der Eiche, wo ehedem Abraham einen Altar erbaut und den Herrn angebetet, sodann Jakob sein Haus von den fremden Göttern, die er unter dieser Eiche oder vielmehr Terebinthe vergrub, gereinigt hatte4*. S. auch Hengstenberg. Beiträge III S. 15. 5) S. Amn. 4.