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Jeschurun · 1923-11-01 · Heft 11-12 (November 1923) · p. Seite 427

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 11-12 (November 1923)
Date
1923-11-01
Page
Seite 427 (sequence 39)
Language
German
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Exegetisch© Beiträge 427 uns unser טחות einen Arabisnuis als Gegensatz zum aramäisehen שנויי (Die PIuralform; deren sich unser Dichter oft bedient8), ist wie תחרת von דוה gebildet). Die Erklärung unseres Verses ist somit ״Wer legte in den Haus hahn Weisheit oder wer gab dem Wildhahn Einsicht״. Mit diesen zwei Substantiven wollte der Dichter auf die Eigenschaften des Hahnes als Wetter- und Zeitprophet hinweisen, durch den Eeicbtum des Ausdrucks die Anschaulichkeit stärken. Die Eigenschaften des Hahns stehen aber auch in enger Verbindung mit der Schilderung der Luftgebilde! Der Hahn zeigt durch seinen Ruf das Herannahen eines Wetter- Umschlages, sowie das Schwinden der Nacht9). Dies ist ihm als חכמה und .בעד angerechnet. Nun ist es möglich, dass wir es hier - wie so oft in der Bibel — mit einer Transposition (פוקדם בעדן) zu tun haben, d. h. dass V. 33 hinter V. 38, der eigentlich den Schluss von פי יספר שהקים בחכמה bildet, gedanklich gehört. auf die später zu erwähnenden Ausführungen des ותר?, die sicherlich alten Ursprungs sind. 8) Vgl. z. B. V. 39. Im ersten VG\. לביא im Sing, und im zweiten VGL כפירים im PI. 9) Vgl. auch Talmud Babli Erubin 53 b : רבי אברו כי הוי פשתעי בלשון הכמה ״ הוי אמר ... עשו לי שני מגידי בעלטהWenn R. A&ahu rätselhaft zu sprechen pflegte, sagte er: bereitet mir zwei Verkünder-im-Dunkelaa. Dazu Raschi: תרגגולין המודיעין עונת הלידה Hähne, die die Nachtzeiten verkünden. Merkwürdig sind die Ausführungen Duhm’s, und die Schlussfolgerungen zu denen er kommt. Er meint, mit der Erklärung der LXX etwa מפיה ist nicht viel anzufangen (vgl. meine Ausführungen in Anm. 2). Wäre שכוי Hahn als Wetterprophet, so sollte man statt מוות טחות, Spinnen, vermuten, die sich auch auf die Wetterprognose verstehen sollen. Wahrscheinlich sind die Vorzeichen des Wetters gemeint; bei שכוי konnte man an das Nordlicht als Vorzeichen des Sturms denken. Er kombiniert dann כוחות mit פיח Tünche, und deutet es aut den Cirruscbleier, der wie mit weisser kalkiger Tünche den blauen Himmel zu überziehen pflegt und einen Umschwung des Wetters ankündigt. Er übersetzt demnach: ״Wer legte in die Federwolken Weisheit. Und gab dem Nordlicht Einsicht* (!?J. Man sieht hier ein Tappen und Suchen nach einer Parallele, aber die Stelle des Verses führt zu den sinnlosen Auslegungen, wobei die Wolken als klug und weise dastehen.

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