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Jeschurun · 1923-11-01 · Heft 11-12 (November 1923) · p. Seite 426

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 11-12 (November 1923)
Date
1923-11-01
Page
Seite 426 (sequence 38)
Language
German
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426 Exegetische Beiträge kann entweder als 6מוקדם בעדן) erklärt werden oder dass auch in מי יספר שחקים בהבמה, eine kleine Andeutung gegeben ist, worin die Weisheit dieser Lebewesen besteht. Schon Franz Delitzsch hat darauf!angewiesen, dass die vom Talmud gegebene Uebersetzung, nach welcher שנוי Hahn bedeutet, ganz beachtenswert sei, und er selbst akzeptiert sie auch. Da er aber מהות auch von טןךן/ך ableitet und mit Nieren (in ein Fettpolster eingebettet) übersetzte, blieb bei ihm die Schwierigkeit der Zusammenstellung von zwei wesentlich ganz ,verschiedenen Dingen. Wie mir scheint lässt sich aber unsere Stelle auf Grund folgender Beobachtung befriedigend erklären. Wie aus V. 39 und Kap. 39, 5 (um nur ganz nahe Beispiele anzuführen) zu ersehen ist, liebt es unser Dichter, seine Bilder durch Anführung paralleler Substantive, die zwar denselben Grundbegriff darstellen, aber verschiedener Nüance sind, wirkungsvolleren Ausdruck zu verleihen. So z. B. in Vers 39 לגיא und כפירים, in 39,1 אילה und יעל, in 39, 5 פרא und ערוד (vgl. auch שחקים und נגלי שמים in 38, 37, ערבה und מלחה in 39, 6). Es kann sich hier bloss um Spezies-Unterschiede handeln. Aller Wahrscheinlichkeit nach hat der Dichter auch an unserer Stelle so verfahren. Da nun die talmudische Tradition ausdrücklich besagt, dass שכוי ein semitisches Lehnwort ist und Tg. II es mit תרנגול ברא Wildhahn näher bestimmt, so muss wohl מהות im ersten VG1. eine andere Art von Hahn darstellen. Dieses lässt sich auch treffend belegen. Und zwar aus dem klassischen Arabisch, wo Tuchay den Haushahn bedeutet7). Somit bietet 6) 31. hermeneutische Regel des R. Elieser b. R. Jose Hagelili» Vgl. auch Ehrlich, Randglossen VI S. 382: Die Bedeutung von פחות ist ebensowenig bekannt wie die von שכוי. Und da von Weisheit und Vernunft in diesem Zusammenhang die Rede nicht sein kann, so ver« mute ich, dass unser Vers von anderswoher verschlagen ist. 7) So Tag. aharus X p. PH" und G. Freytag, Lex. Arab. Lat. III. o T׳üäb: gallus gallinaceus. Im hebräischen Sprachgebrauch wurde es allerdings vom allgemein üblichen תרנגול gänzlich verdrängt* ebenso wie שכוי nur noch im Gebet, enthalten ist, wT0hl in Anspielung

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