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Jeschurun · 1923-09-01 · Heft 9-10 (September 1923) · page 44

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 9-10 (September 1923)
Date
1923-09-01
Page
– (sequence 44)
Language
German
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860 Das Hohelied Der Midrasch Suta (Ed. Buber, S. 37) deutet: לא ידעתי נפשי שמתני; אלו ישראל שדרו במצרים מצפים לגאולה ובשגאלם המקום השיבם בענני כבוד אמרו ישראל הרי אנו יושבים עם המלך ברכב שלו לכך נאמר מרכבות עמי נדיב ד״א אלו ישראל בדמי ברק ודבורה שבאה גאולה ע״י ד׳;א עמי נדיב זה היום שהתנדבו ישראל למשכן ואף לע״ל אוהבם נדבה. In Egypten harrte Israel gttergeben der Erlösung; als Gtt sie dann befreite, liess Er sie unter den Wolken der Herrlichkeit wohnen. Da sprach Israel: ״Wir sitzen mit dem König in seinem eignen Wagen.“ Oder der Vers geht auf das opferwillige Israel in den Tagen Deborahs und Baraks, da ihnen die Erlösung kam — (es heisst dort: בהתנדב עם) oder: es spricht von den Tagen der Opferwilligkeit und Hingäbe Israels für das Stiftszelt; aber auch in Zukunft wird Gtt sie dafür mit hingebender Liebe umfassen. Wie kam der Midrasch zu diesen Deutungen? Die Nebeneinanderstellung der Beispiele zeigt, er zielt auf Fälle der jüdischen Geschichte ab, wo infolge der Hingabe und religiösen Freudigkeit des Volkes Gtt in ausserordentlicher Weise sich ihrer annahm, dass Israel gewissermassen in der M e r k a - bah, dem Wagen der göttlichen Weltleitung, fuhr. Er spielt u. E. auf die Worte Habakuks an : ״ ,רכבת על סוסיך מרבבוררך ישועהdu lenkst auf deinen Rossen deinen Himmelswagen zu ihrem Heil.“ Oder anders ausgedrückt: Gttes Himmelswagen wird zum Wagen des edlen, frommen Volkes. Dann ist der Satz, der ihm tu Grunde liegt, zu übersetzen: ״Ich — Unvermerkt hat meine Seele mich zum Wagen und Vorspann meines edlen Volkes gemacht.“ Diese Uebersetzung ist allein zulässig, weil in שה״ש selbst: שים mit doppeltem Akkusativ machen bedeutet .שמיד נוטרד, und ebenso in ganz תנ״ך nie in anderem Sinne vorkommt. Man vergleiche z. B. Ps. 91,9 עליון שמת מעודך. Ge. 28,22 והאבן הזאת אשר שמתי מצבה. Jes. 54,12 ושמתי כדכוד שמשוררך vor allem: P s. 10 4,3 השם עבים ר כ ו ב ו. Solche Wendung: ״man macht mich zum Wagen“ die zuerst eigenartig anmutet, ist im jüdischen Schrifttum alltäglich: Jes. 41,15 ich mache dich zur Dreschwalze.

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