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Jeschurun · 1923-09-01 · Heft 9-10 (September 1923) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 9-10 (September 1923)
Date
1923-09-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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S44 Die Knessia Gdola Individuen die ewig lebensspendende Kraftquelle, die ihre Kinder in ihrer Schwäche erhebt und umfasst, sie zuj höchsten Weibe und Lebensheiligung emportragend״. Diese drei Gesichtspunkte, ihrer blumigen Hülle entkleidet, sind gleichzeitig die grossen Einteilungsprinzipien, nactudenen sich die ganze Knessiaarbeit gliedern lässt; die angenommenen Resolutionen und Beschlösse sind nur die konsequenten Folgerungen aus jenen grundsätzlichen Voraussetzungen. Die Wiederherstellung des historischen jüdischen Volkes in seiner geschichtlich gegebenen Eigenart, die Wiederherstellung seiner besonderen, scharf ausgeprägten und eindeutigen Physiognomie, die Wiedereinführung der alten Knesseth Israel als neue selbständige Einheit in die Völkergemeinschaft und die kontinuierliche Weiterführung seiner geschichtlichen (aus seinem anspruchlosen Sein sich von selbst ergebenden) Sendung, das ist der tiefste Sinn der Agudabewegung. Hieraus begreift sich die starke Prononcierung des Verhältnisses zu den Völkern durch die Knessia, die bei dem ersten Zusammentritt einer blossen Parteiorganisation sonst einen etwas sonderbaren Eindruck gemacht hätte. Die Resolutionen an den Völkerbund, die gegen den Antisemitismus und gegen den Bolschewismus, proklamieren die Existenz eines jüdischen Volkes, das zu den politischen Problemen der Zeit fest und eindeutig Stellung nimmt, ohne וווו übrigen die kühle Reserviertheit, mit der es seit jeher dem politischen Treiben gegenüber gestanden hatte, aufzugeben. Die Richtlinien für die agudistische Aussenpolitik ergeben sich somit von selbst. ״Im Namen Gottes, des Königs der ganzen Erde, darf das jüdische Volk sein Lebensrecht auf dieser Erde fordern; zum bescheidenen Verzicht und zur opfervollen Leistung allezeit und allerorten bereit, wo es sich um eigenen Vorteil, um Macht und Einfluss, um persönliches oder nationales Prestige und äussere Geltung bandelt, unbeugsam ringend aber und von stolzer Unbesiegbarkeit, wenn die sittlichen Lebensgüter auf dem Spiele stehen, die Israel für sich und die Menschheit durch die Zeiten zu tragen hat: die Erkenntnis und Erfüllung des Gottesgesetzes, der Aufbau der jüdischen Gemein-

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