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Jeschurun · 1923-09-01 · Heft 9-10 (September 1923) · page 18

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 9-10 (September 1923)
Date
1923-09-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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..■1■ וו.— 334 Zum fünfzigjährigen Bestehen des Rabbinerseminars Entstehung der für die kanonische Literatur so wichtigen Werke der Tannaiten brachte er zuerst die rechte Klarheit, die PentateucherldäruDg hat seit der klassischen Periode unserer alten Exegeten kein Werk aufzuweisen, das in der Eruierung des Wortsinnes, in dem Ausgleich zwischen dem schriftlich fixierten Text und den für unseres religiöses Leben doch gleich verbind־ liehen Deutungen unserer Weisen, endlich in der Lösung der Schwierigkeiten, die der Inhalt selbst überall bietet, solche Bedeutung gewonnen, wie seine Kommentare. Er war der Meister der Apologetik, ob es sich darum handelte für die Autenthie des Pentateuchs gegen eine geschlossene Schar bibelkritischer Schulen aufzutreten, oder die Angriffe gegen den Talmud und das Religionsgesetz abzuwehren. Er war der Einzige, der die kritische Behandlungsweise im talmudischen Lernen beherrschte, ohne zu dem bequemen ebenso religiös unzulässigen, wie wissenschaftlich zweifelhaften Mittel zu greifen, den der Zeit der Tannaiten doch soviel näher stehenden Amoräern nachweisen zu wollen, dass wir die Mischna besser verstehen und erklären können, als sie es vermochten. Doch die Fülle der Gesichte, die auf den eindringen, der Hoffmanns Persönlichkeit, seine Werke und sein Wirken im Einzelnen schildern wollte, in wenige Umrisse zu bannen, wie es der hier zur Verfügung stehende Raum gebietet, daran erlahmt mein Können. An anderer Stelle habe ich den Versuch unternommen, eingehender zu schildern, was das Rabbiner- Seminar an ihm besessen hat.7) Und wiederum ist es die Institution des Rabbinersminar3, der wir die Entwicklung 'Hoffmanns zu dieser einzigartigen Grösse verdanken. Wenn von irgend einem Menschen, so gilt von Hoffmann: es wächst der Mensch mit seinen grösseren Zwecken. Er selbst hat es ausgesprochen: ״Hätte ich nicht den Mut gehabt, dem Rufe R. Esriel Hildesheimers zu folgen und meine sorgenfreie Stellung als Lehrer an der Schule S. R. Hirsch’s mit der bei der Gründung des Rabbinerseminars materiell sehr wenig gesicherten Dozentur zu vertauschen, meine wissenschaftlichen 7) vgl. Anm. 6.

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