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Jeschurun · 1923-09-01 · Heft 9-10 (September 1923) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 9-10 (September 1923)
Date
1923-09-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Zum fünfzigjährigen Bestehen des Rabbinerseminars 883 und Verfolgten sich wandten, die Einzelnen und die grossen Gruppen, dessen Herz für Erez Jisroel schlug, lange bevor die Liebe zum heiligen Lande zur Forderung des Tages wurde. Ja, das war ein lebendiger Anschauungsunterricht, von dem zehrten die Jünger, wenn sie in den Kreis ihres Wirkens ein traten. Hirsch Hildesheimer hat weit über seinen Tod hinaus als Vorbild und Muster die Hörer der Anstalt dazu begeistert, rastlos und aufopferungsvoll zu arbeiten für den Klal Jisroel. Und nun zu dem Grossen, der den Schmerz erleiden musste* alle seine Mitstreiter, auch die jüngeren, zu überleben, aber auch das Glück, ungeschwächten Geistes bis an das Ende fast die vollen 50 Jahre der Anstalt seine Kraft widmen zu dürfen, מורנו ודבבו דוד צבי זצ״ל Prof. David Hoffmann6). War die erste Hälfte des Bestehens unserer Anstalt von dem Glanze durchstrahlt, den der Name R. Esriel Hildesheimers ihr gegeben, so die zweite nicht ,weniger durchleuchtet von dem Geiste dieses zweiten Rektors. Noch nicht geheilt ist die Wunde, die uns geschlagen und in unserer aller Erinnerung lebt noch, wie und warum die ganze jüdische Welt Anteil genommen an dem Verlust, den das Rabbinerseminar erfahren. In seiner Wesensart ein ganz anderer als R. Esriel Hildesheimer und wiederum יחיד בדורו ein Einziger in der Verbindung talmudischen Wissens und profaner Gelehrsamkeit. Ganz ausserordentliche Gaben des Geistes verbanden sich mit einem von seltenem Pflichtgefühl beherrschten ungewöhlichen Fleisse, um ihn zu befähigen, auf fast allen Gebieten der jüdischen Wissenschaft zahllose Anregungen auszustreuen, zugleich Schöpferisches auf seinen eigensten Gebieten, dem der Talmudforschung, der halachisch-midraschischen Einleitungswissenschaft und der Pentateuchexegese zu leisten und der Judenheit systematische Werke von unvergänglichem Werte zu schenken. In unsere durchaus verworrenen Kenntnisse von der 6) geb. 1. Kislew 5604 (1843), gest. 19. Marcheschwan 56S2 (1921). Ausführliches über ihn: J. Wohlgemuth: David Hoffmann. Jeschurun IX S. 1—19. Das Verzeichnis der bis zu seinem 70. Lebensjahre von ihm verfassten Schriften und Aufsätze ist von L. Fischer festgestellt: Festschrift zum 70. Geburtstage David Koffinanns S. VII—XXXIV.

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