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Jeschurun · 1923-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1923) · page 53

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1923)
Date
1923-07-01
Page
– (sequence 53)
Language
German
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$ m₪₪₪a₪m₪m₪m₪₪m₪₪m₪₪₪₪₪₪₪₪m₪₪₪₪₪₪m₪₪₪m₪₪₪m I Untersuchungen über die Entwicklung usw. 805 $ er es erst aus Katalonien erhalten hat. Es ist zu bedenken, dass der Beginn und der Aufschwung massoretischer Studien, wegen der damit verbundenen Schwierigkeiten nur möglich war in Ländern, in welchen die jüdische Wissenschaft frisch pulsierte. Italien gehörte etwa seit 1040 nicht mehr dazu. Die einzige grössere Leistung auf literarischem Gebiet war das talmudische- Wörterbuch, ערוך genannt von R. Natan ben Jechiel um 1100. Und wenn später (um 1200) die jüdische Wissenschaft in Italien wieder sehr aufblühte, so war sie doch einerseits auf das eifrigste Talmudstudium beschränkt (Familie de Tranü), andererseits suchte sie engste Verbindung mit der profanen Wissenschaft in Italien, indem vor allem Grosses in der Medizin und in der Philosophie (Elia del Medigo!) geleistet wurde. Dass in einer solchen jüdischen Geistesströmung kein Platz für die Massorawissenschaft war, die doch ganz an das Alte anknüpfen musste, ist sehr verständlich; es ist daher nicht auffallend, dass in diesen Jahrhunderten im Gegensatz zu Deutschland-Nordfrankreich die italienischen Gelehrten das Buch Ochla nicht kannten. Italien ist auch das Land, wo am frühesten der praktische Zweck der Massorawissenschaft wegfiel. Die italienischen Juden waren es nämlich, die als die ersten (seit 1475) die Buchdruckerkunst in den Dienst der Bibelwissenschaft stellten. Wir haben aufzuzeigen versucht, wie die in der Ochla- Urschrift kristallisierte massoretische Tätigkeit in enger Be- Ziehung steht zu dem Stande und der Art der jüdischen Wissenschaft, wie sie zur Zeit der Geonim in Babylon (im Gegensatz zu den andern Ländern) blühte. Dies berechtigt uns, die Heimat der Ochla dorthin zu verlegen. Die zunächst sich anschliessende Frage, das dritte Hauptproblem dieses Kapitels, ist nun: In welchem Verhältnis steht die in Babylon geschaffene Ochla-Urschrift zu d_en (uns nicht erhaltenen) Massorasammlungen, welche von den jüdischen Gelehrten in den

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