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Jeschurun · 1923-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1923) · page 48

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1923)
Date
1923-07-01
Page
– (sequence 48)
Language
German
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300 Untersuchungen über die Entwicklung usw. Wir entnehmen dem Obigen, dass in Nordfrankreich- Deutschland und Nordafrika - Spanien sich die ersten massoretischen Sammelwerke (ungefähr zur gleichen Zeit) nachweisen lassen. Diese Tatsache gibt uns doch offenbar den wertvollen Hinweis, in eines dieser beiden Länder oder eventuell in beide die Entstehung der Ochla zu setzen. Neubauer und Bacher verlegen ihre Heimat, wie es scheint, nach Nordafrika - Spanien, Graetz dagegen bestimmt nach Deutschland. Wer sich jedoch tiefer in die Probleme der Geschichte der Massora versenkt, wird beide Annahmen als unwahrscheinlich bezeichnen müssen. Denn daraus, dass ein massoretisches Sammelwerk — und es muss erst festgestellt werden, ob es wirklich eine Ochla-Schrift ist — in diesem oder jenem Lande zuerst Erwähnung findet, ist noch nicht mit Bestimmtheit zu schliessen, dass die Originalschrift dort geschaffen worden ist. Ferner ist zu fragen: Was hat in diesen Ländern den Anstoss gegeben, massoretische Werke wie das Buch Ochla zu schaffen? Diese Tätigkeit, die doch auch für den Anfänger von damals mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden war, setzt voraus, dass in diesen Ländern zu dieser Zeit die jüdische Wissenschaft, vor allem das Studium der Bibel und ihres Textes besonders geblüht haben muss, worüber aber nicht das Geringste bekannt ist. § 10. Wir müssen uns daher ernstlich mit der Frage auseinandersetzen: Wo und unter der Einwirkung welcher Umstände wurde die Ochl a־U rschrift geschaffen? U. E. war die Heimat der Ochla nicht der Okzident, sondern der Orient, vor allem Babylon. Dort lassen sich die ersten grammatisch-massoretischen Forschungen nachweisen; denn die Schaffung der Vokalisations-und Akzentuationssysteme* setzen solche voraus (cf. K. II Einl. u. § 1) und förderten sie fernerhin. Wir kennen bestimmte Schulen, die sich mit Massora und Grammatik eingehend beschäftigten und von einander in Ueberes haben. So lesen wir in Ginsbargs Pentateuchausgabe (London 1908) z. St. .ספרים אחרים ויושים כתיב 1?יקזם קרי.. םסרים אחרים וי־ושיש נתיב וקד

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