Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- – (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 297 Späteren, weil es ihm als überflüssig erscheint, dass der Verfasser nach der Erwähnung der Massora im allgemeinen 4 5) noch einmal das Buch Ochla zitiert. Aus diesem Grunde eine Interpolation anzunehmen, ist aber u. E. ausserordentlich bedenklich; denn es ist sehr verständlich, dass der Verfasser das berühmte Buch Ochla anführt, um zu beweisen, dass sein Redaktor die betreffende Massoraangabe für richtig hielt — das Vorhandensein einer Massoraangabe verbürgt bekanntlich nicht immer ihre Richtigkeit — und für so wichtig ansah, dass er sie in die beschränkte Zahl seiner Listen aufnahm. Die anderen von Graetz zur Stütze seiner Ansicht vorgebrachten Beweise sind noch viel schwächer. b) Samuel G a m a, der wahrscheinlich lange vor David Kimchis) (dieser um 1200) lebte, erwähnt das Ochla־Buch in seinen ״Schlachtregeln“ 6). Sein Wohnort war in Nordafrika, nämlich Kabes (קאבס) in Tunis. Es ist unerfindlich, wie Graetz aus den Worten Gamas (cf. Art. S. 303—304): ״Es tradierte mir R. Isaak, der Chaber, Sohn des R. Benvenisti, dass die Weisen von Narbonne einen Unterschied machen (in den Lungenteilen) ... “ schliessen kann, dass Gama in Narbonne sich aufgehalten, wenn nicht überhaupt dort gelebt hat. Das Gegenteil ist bewiesen: Wäre er selbt in Narbonne gewesen, so hätte er unmittelbare Kenntnis von jener halachischen Entscheidung der Weisen von Narbonne gehabt und nicht einen Gewährsmann anführen müssen«. Viel einleuchtender wäre zur Unterstützung von Graetzs Ansicht folgende Annahme, die er aber gar nicht macht: Gama hat seine Kenntnis des Ochla-Buches von R. Isaak aus Narbonne auf schriftlichem Wege erhalten, sodass die Erwähnung dieser 4) Unmittelbar vorher steht nämlich : ואלאמר פיה עלי מא נקלנאה נחן פיה אלצחיחה ו ע ן אל מסורת. אעבי (אנהו) (soll wohl heissen ען אלצאחף (אלמצאחף כלמה ואהדה פי אל מכתוב תנתאן פי אלקורא(?). 5) Cf. Neubauers Art. 300. 6) Ueber seine Autorschaft cf. Neubauer in seinem Oxforder Katalog, Addenda No. 793,1. — Es steht fest, ״dass G־ama sein Werk vor 1179 verfasst hat, da Isaak ben Abba-Mari, der Verfasser des עיטור, es benutzt und seine Dezisionen im genannten Jahr begonnen hat“ (Art. S. 303).