Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- – (sequence 44)
- Language
- German
- Belongs to
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296 Untersuchungen über die Entwicklung usw. S. 299—309. Graetz verlegt den Entstehungsort der Ochla0) nach Nordfrankreich - Deutschland und ist davon überzeugt, dass R. Gerschom (960—1040) ״der älteste von denen war, welche ein massoretisches Sammelwerk — und das ist doch die Ochla — angelegt haben1).״ Neubauer und Bacher dagegen beweisen, dass .dieses Werk von den jüdischen Gelehrten in Nordafrika zum ersten Mal erwähnt wird. Wenn nun auch Graetz als Herausgeber der MGWJ dort das letzte Wort über dieses Thema hat, so lässt sich doch zeigen, dass die Verteidigung seiner Ansicht sehr schwach ist 2). Andererseits aber glauben wir, dass auch Neubauer und Bacher nicht zu einer einwandfreien Lösung und zum vollen Verständnis der in diesen Artikeln auftauchenden Fragen und Probleme sich durchgerungen haben. Für diese unsere Behauptung wird nunmehr die Beweisführung angetreten werden. Die Gelehrten der nordafrikanisch-spanisehen Schule haben in dem in Frage stehenden Zeitraum tatsächlich die Ochla gekannt und sind die ersten, die sie erwähnen, wie Neubauer und Bacher gegen Graetz nachweisen. Folgendes zur weiteren Unterstützung ihrer Ansicht: a) Jona (Jünus) ibn Gannäh (c. 995—c. 1052, lebte in Cordova und Saragossa) erwähnt die Ochla in seinem Wurzel- Wörterbuch 3 * * * * 8). Graetz hält diese Stelle für den Zusatz eines °) Graetz und Neubauer sprechen nirgends von einer Urschrift und verstehen unter ״Ochla“ allgemein die Gesamtheit der bekannten Massora- Sammlungen, da diese mit dem Wortpaar אכלה ואכלה begonnen haben und unter diesem Namen erwähnt werden. J) Cf. Art. S. 21 oben. 2) Wir wollen wenigstens auf einige der zahlreichen Schwächen in Graetzs Beweisführungen aufmerksam machen, ohne jedoch alles erschöpfen zu können, was gegen sie spricht. Er stellt nämlich vieles als bewiesen hin, was höchstens hypothetischen Charakter hat. Wir führen hier ferner nur Momente an, auf welche Neubauer und Bacher nicht eingegangen sind. Es handelt sich dabei vor allem um die Widerlegung der von Graetz in seinem zweiten Artikel vorgebrachten Argumente. 8) Nach Graetzs Art. S. 308 heisst es dort: והכנא אבת פי כתאב אכלה ו א כ ל ה ... חד מן מ״ו דכתיבין חדא תיבותא וקרין תרתי מלין. . ..