Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- – (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 295 die ״grade״ Tiefebene und das ״zeugnisreiche“ Hügelland. Im Augenblicke ihrer Freiwerdung vom fremden Dienst ist die Braut gleich der ״Stute am Wagen Pharaos“; beim Einzug in das Land der Sehnsucht, das erst der Sohn Isais ganz Israel zu eigen gegeben, gleicht ihr Hals dem ״Turm Dameseks, dran tausend Siegestrophäen hängen“; wenn sie endlich den bitteren Gang in die Fremde geht, da ist ihr Antlitz wie ein ״Turm des Libanons, der in die Ostferne gen Damaskhs schaut“. So ist alles auf den gleichen Ton reichster Beseeligung abgestimmt; wo die Liebe wandelt, wird alles gleichgültiger, wird die stumme Welt beredt, wird Ausdruck höchster Erlebens und reinster Sittlichkeit. (Fortsetzung folgt) Untersuchungen über die Entwicklung und den Geist der Massora*). Von Dr. Ernst Ehrentreu z. Z. Pressburg. (Fortsetzung). Der Nachweis der Existenz einer Massora-Urschrift und die Rekonstruktion derselben veranlasst uns, noch weitere Unter- Buchungen über sie anzustellen. Als zweites Hauptproblem dieses Kapitels behandeln wir die Frage: Können wir Bestimmtes über die Verhältnisse aussagen,unter deren Einwirkung die Urschrift geschaffen wurde, über Zeit und Ort ihrer Entstehung, über ihren ersten Autor? § 8. Diese Fragen behandelt eine mit grösster Gelehrsamkeit geführte Controverse zwischen H. Graetz und Neubauer-Bacher in MGWJ 1887 (XXXVI) S. 1—34 und *) Ygl. Die Ausführungen im Jeschurun VIII11, 12 (S. 465—480); IX 8, 4 (S. 1B7—164); IX 5, 6 (202—218); IX 9, 10 (S. 380—346); X 1, 2 (S. 37—53).