Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Neue Beiträge zur Geschichte usw. 275 auch ein Mann, der sonst sehr der modern-darwinistischen AuffassuDg der Religionsgeschichte Israels zuneigte, gesagt: Die Religion der Propheten kann ״keineswegs national heissen: sie ist viel mehr, als das, nicht aus Israel, sondern aus Gott.“13) In einem dreifachen Sinne demnach wird in unserer Zeit die Reiigionsgeschichte Israels mit dem Begriff ״Volksr e 1 i g i 0 n“ zusammengebracht Aber es ist eine der wichtigsten Aufgaben der gegenwärtigen Geschichtswissenschaft, die neuestens viel geübte Vermengung der zurecht bestehenden Religion Israels mit dem Begriffe ״Volksreligion“ klar zu durchschauen und wieder aus der Darstellung der israelitischen Religion scharf auszuscheiden. Möge der vorstehende Aufsatz ein geeigneter Beitrag zur Lösung dieser Aufgabe sein! Neue Beiträg zur Geschichte und Geographie Galiläas. Von Rabb Dr. S. Klein. (Schluss.) VI. Die Gemeinden Obergaliläas nach 150. Die Besiedlung Obergaliläas durch Juden muss erst spät erfolgt sein. Weder die Makkabäerbücher, noch die Evangelien nennen in diesem Gebiete jüdische Ortschaften. Die älteste Nachricht in der jüdischen Traditionsliteratur über jüdische Bewohner in Obergaliläa ist in dem bereits erwähnten, in aramäiseher Sprache abgefassten Sendschreiben des Rabban Gamliel I. enthalten1). Sein Sohn, Rabban Simon richtet gemeinschaftlieh mit Rabban Johanan b. Zakkaj ein ähnliches Schreiben in hebräischer Sprache an die obergaliläischen Juden 2). Ein Bericht 18) A. Kuenen in seinen in England gehaltenen Hibbert-Vorlesungen über ״Volksreligion und Weltreligion“ (1883), S. 92. 1) Tos. Sanh. II, b 11 b, 3 z. St.: — בני גלילא עילאה. 2) Midr. Tannaim 176^7: — לאחינו שבגליל העליון. Dass R. S. b. G. auch sonst Sendschreiben an die Gemeinden richtete, zeigt auch T Sanh. II5 (4i6.2G), woB. Jannaj im Namen dieses Nassi den Text eines Schreibens