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Jeschurun · 1923-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1923) · page 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1923)
Date
1923-05-01
Page
– (sequence 26)
Language
German
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206 Das Hohelied dem uralten Denkmal jüdischer Poesie, finden sich Formen wie עד שקמתי; warum sollen im salomonischen Zeitalter nicht ahnliehe üblich gewesen sein? Es fehlen ferner in der orientalischen Sprachwissenschaft noch alle Untersuchungen über das Alter der Lehn- und Fremdwörter, über ihr Eindringen aus fremdem Kulturbereich in den Orient. Ja es steht noch nicht einmal fest, ob ״Pard6s“ griechischen oder persischen Ursprungs ist, welchem Kulturkreise also dieses Wort ganz eigentlich angehört. Mag es aber wie immer sein, für unseren Standpunkt gilt grundsätzlich die eingangs angeführte Bemerkung des Talmuds, dass erst Chiskijah und seine Mitarbeiter, die ״lange nach ihm lebten“ (Raschi z. St.) die letzten Aufzeichner und Redakteure dieses Liedes waren, das also bis dahin mündlich fortgepflanzt und daher sprachlich in solch kleinen Nuancen wie dem verkürzten Relativpronomen oder einzelnen Wendungen sich veränderten Sprachentwicklungen angepasst haben mag. Diese Einzelheiten vermögen den Gesamteindruck nicht zu verwischen, der für die Entstehungszeit des Liedes in den glücklichen Tagen des jüdischen Volkes klares Zeugnis ablegt. (Fortsetzung folgt.) Heidenheimiana. Von Dr. Louis Lewin, Kattowitz. (Schluss.) So wrird es verständlich, dass seine Arbeit die Habe einer unübersehbaren Schaar von Nachbetern und Freibeutern geworden ist und auch von bisher ungenannten Plagiatoren gehörig oder vielmehr ungehörig ausgeschlachtet worden ist. R. Eisig Berlin beschuldigt den Korrektor des Machsors Altona (1804) E. Samuel Sanwil Hannover, dass er den Kommentar zu einem Piut Heidenheim entnommen habe, wogegen Duckesz einwendet, dass er nicht absichtlich dessen Autorschaft verschwiegen, sondern ihn zu nennen nur vergessen habe 105). Das Machsor mit den Kommentaren 10י) Duckesz, ד,כמי אה״ו, hebr. Teil, S. 1C8; vgl. das. S. 122.

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