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Jeschurun · 1923-03-01 · Heft 3-4 (März 1923) · page 83

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Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 3-4 (März 1923)
Date
1923-03-01
Page
– (sequence 83)
Language
German
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Einige Gegenbemerkungen zu S. 59f 179 verdeutlichen könne. Dass der Begriff ״überliefern“ in ״ausüben“ übergegangen sei, kann niemand beweisen. — Endlich, wenn mein geehrter Beurteiler noch sagt: ״quara? in Jes. 54,6 (nicht 7) bedeutet keineswegs ״entgegentreten usw.״, sondern einfach: ״rufen, zurückrufen“, so erledigt sich dies, indem ich darauf aufmerksam mache, dass er 54 statt des bei mir stehenden 44״“ gelesen hat. Ich brauche nicht fortzufahren, darf aber gewiss zum Schlüsse noch den auf S. 95 nur unvollständig angegebenen Titel meines Buches noch ergänzen, denn in den fehlenden Worten ״mit Einschaltung und Analyse aller schwer erkennbaren Formen, Deutung der Eigennamen sowie der massoretischen Randbemerkungen“ sind wenigstens einige Momente angedeutet, durch diej* ich meinem Buche gegenüber den meisten Wörterbüchern der hebräischen Sprache Reichhaltigkeit und praktische Brauchbarkeit zu verleihen gestrebt habe. Die Transkription aller arabischen, äthiopischen, babylonischen usw. Sprachformen kommt ja noch hinzu. Bonn, den 17. März 1923. Ed. König. Bücherbesprechung־. Driesch, Hans: Geschichte des Vitalismas. 2. Aufl. Leipzig, J. A. Barth 1922. Die 2. Auflage bedeutet gegenüber der ersten eine Einengung des Themas; denn diese umfasste auch den Vitalismus als Lehre. Da aber der Autor letztere in seiner ״Philosophie des Organischen“ (deren 2. Aufl. 1921 von mir ausführlich im Jeschurun VIII, 480—504 und IX, 71—74 besprochen wurde) in extenso dargestellt hat, ist es überflüssig geworden, es auch an dieser Stelle zu tun. Gegenüber der 1. Auflage ist die 2. bereichert um ein ausführliches Kapitel über Leibniz und eine eingehende Darstellung der allmählichen Ausbildung seines, des Autors,^Lehrgebäudes. Was sich nirgends in Vollständigkeit findet, die vitalistischen Lehren anderer Denker (Bergson, E. Becher) und gegnerische Lehren״ (wie J. Schultz) haben hier Platz gefunden und sind in prägnanter Kürze und mit bemerkenswerter Präzision wiedergegeben. Es kommt gut zum Ausdruck, was Driesch von den anderen modernen Vitalisten trennt: von Bergson, den er sehr hoch schätzt, die Ablehnung von dessen Indeterminismus (also Freiheitslehre); von den Psycho vitalisten (z. B. E. Becher), die die Seele - als den vital-biologischen Faktor ansehen, weicht Driesch ab, weil er in der Logik nicht zugeben kann, dass Seelisches in die Natur hineinspiele. In den Resultaten ״nähern sich die verschiedenen Rieht ungen freilich. Es verdient tbesondere Beachtung, welche Bedeutung Driesch für den Ausbau des Vitalismus den Problemen der Paraphysik und Parapsychologi8 (also was man meist Okkultismus mit den Phaenomenen der Materialisation, Telepathie etc nennt) und ihrer Aufhellung beimisst. In dieser vorurteilsfreien Stellungnahme zu allen wissenschaftlichen Streitfragen liegt die Bedeutung Drieschs. Sie liess ihn seiner Zeit mutig die Mauer des Mechanismus durchbrechen — des ist gerade das reh Buch Zeuge — sie lässt ihn auch jetzt als einen der wenigen deutschen Denker den dunklen Fragen des Okkultismus in streng wissenschaftlicher Weise Rechnung tragen. Um dessentwillen ist auch die ״Geschichte des Vitalismus“ ein Musterbeispiel

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