Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- – (sequence 60)
- Language
- German
- Belongs to
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156 Bemerkungen zum Sephirogebot Zusammenhang zwischen diesen beiden ״Omer“ erkennt man erst, wenn man den Grund von dem Fallen des himmlischen Manna in der Wüste festzustellen sucht. Von dem Manna heisst es: ״Ein Omer voll zur Aufbewahrung für die Nachkommen, damit sie das Brot sehen, das ich ihnen in der Wüste beim Auszug aus Aegypten zu essen gegeben habe“ (Exod. 16,32). Israel sollte belehrt werden, dass seine Nahrung einzig und allein vom Gott bestimmt wird. Die gleiche Ueberzeugung sollte auch durch das Erstlingsomeropfer zum Ausdruck gebracht werden. Nicht Menschenfleiss, sondern Gottessegen hat die Frucht zur Reife gebracht: daher gebührt auch Gott das Erste. Durch diese Feststellung, dass der Omermanna und das Omeropfer innerlich Zusammenhängen, lösen sich alle obigen Fragen. ״עומר״ bedeutet, wie es die jüdischen Exegeten fast alle annehmen: ״Mass“; dass die Thora gerade dies Minchaopfer עומרי" benennt, ist nun verständlich. Das Omer war dem ganzen Volke von täglichem Gebrauch her sehr geläufig, daher konnte die Thora ohne nähere Erklärung das Wort ״עומר״ anwenden. Auch wurde, wie erwähnt, der tägliche Omer-Manna von dem ersten darzubringenden Omeropfer unmittelbar abgelöst. Was dem Volke aus dem täglichen Gebrauch her geläufig wrar, brauchte bei der Feststellung der einzelnen Gesetze nicht besonders erklärt werden (vgl. D. Hoffmann Lev. II, S. 156). Wir verstehen auch, weshalb gerade beim Mincha-Omer jegliches Zubereiten, selbst das Abschneiden und das Nachhausebringen am Sabbat gestattet war. Das Sabbathruhgebot wurde Israel nämlich ״zuerst“ gelegentlich des Fallens vom Manna befohlen. Wenn auch die Weisen bemerken, dass das Sabbathgebot Israel zuerst in Mara gegeben wurde (Sanh. 56b) so hat doch das sechstägige Mannafallen mit dem Wegbleiben am Sabbath dem Volke das Sabbatbgesetz erst nachdrücklichst eingeschärft. Wir sehen ja, dass zu Beginn des Mannafallens das Sabbathgesetz vom Volke noch nicht richtig gehalten wurde (vgl. Ex. 16, 27). Es sollte gegenüber dem Sabbathgedanken, dass Gott der Schöpfer der Welt mit besonderer Kraft der Gedanke eingeschärft werden, dass Gott auch der Erhalter der Welt