Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- – (sequence 61)
- Language
- German
- Belongs to
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Bemerkungen zum Sephirogebot 157 ist und zwar der wunderbare Erbalter, denn die dem Menschen täglich zufliessende Nahrung ist ja ebenso ein Wunder, wenn auch ein נס נסתר ein dem gewöhnlichen Auge verborgenes, wie das offenbare des Manna. Möglich ist auch, dass die Thora gerade durch die Erlaubnis, beim Ömeropfer alles verrichten zu dürfen, Israel zum Bewusstsein bringen wollte, dass das Sabbatharbeitsverbot gleich bei der Verordnung gelegentlich des Manna־ fallens nur für den Privatmann nicht aber für das Heiligtum bestimmt wurde (vgl. auch יצא קציר מעומר שודא מצוה, Rosch h. 9 a). Auch die auffallende Zeitangabe für die Sephiro ist nun verständlich. Von dem täglichen Gebrauch her war das Bringen von Omer־Manna bekannt. Es ist daher erklärlich, dass die Thora vom Tage des Bringens des Omers spricht. Ebenso ist nicht mehr auffallend, dass die Thora von einem Omer der Schwingung spricht. Das gewöhnliche Omer war für den Menschen bestimmt, das Omer der Schwingung Gott geweiht. Weil das Omer ein alltäglicher Begriff war, wollte die Thora das Omeropfer durch die Schwingung besonders^auszeichnen. Die Feststellung, dass das Ömeropfer mit dem Omermanna der Wüste zusammenhängt, erklärt uns auch die von der Thora gegebene Zeit für die Sephira. Dass die Sephira nicht von einer Zeit beginnt, wo das ganze Volk von dem neuen Getreide Erstlingsopfer bringen konnte, beruht wohl darauf, dass das Omererstlingsopfer Israel an das früher täglich für einen jeden Einzelnen gefallene Omermanna erinnern sollte. Dieses Manna war ein Geschenk Gottes an das ganze Volk, an dem der Ein־ zelne einen Anteil hatte. Aehnlich wie das Gemeindeomeropfer zu dem ein jeder beisteuern musste. Ganz zu derselben Zeit, wo die Ernte für das Gemeinde-Ömeropfer begonnen hatte, wo das Bewusstsein des Volkes an das einstige gemeinsame Mannafallen erinnert werden sollte, begann auch die Sephira: ״Wenn die Sichel am. Getreide (zum Gemeinde-Omeropfer) beginnt, fange sieben Wochen zu zählen an“ (Deut. 15, 9). Und was ist der Grund für die Omer-Sephira? Wir lesen in der Mechilta (Exod. 16, 4 Par. II): לא נתנה תורה לדרוש אלא לאוכלי המן הא כיצד היה יושב ודורש ולא היה יודע מהיכן אוכל ושותה ומהיכן