Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1923)
- Date
- 1923-03-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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114 Heidenheimiana ״Die Zeit der Öden, platten und wässerigen Uebersetzerei Wolf Heidenheims“ 25). Abraham Geiger behauptet dem gegenüber, dass die Machsorausgabe ״sich zugleich durch eine reindeutsche und fliessende Uebersetzung auszeichnete“26), und Franz Delitzsch, dass sie ״mit einer Uebersetzung in reinem und gediegenem Deutsch versehen ist“27). Paul Rieger lobt ״seine geschmackvolle, auf der wissenschaftlichen Höhe seiner Zeit stehende Uebersetzung der Gebete״. Auch an anderer Stelle hat die Uebersetzungstätigkeit Heidenheims ״viel Lob gefunden“; er wird ״geschätzt“ und ״habe viel geleistet“ 28). Brann preist gegenüber Heidenheim als Meister in der Uebersetzungskunst Zunz, Sachs und Mannheimer. Diesen Ehrgeiz hat der schlichte und bescheidene Heidenheim nicht besessen. Ihm war es Genüge, dass die ״Uebersetzung jedem Deutschen verständlich sein wird ... als eine getreue, wo nicht gar wörtliche . . .. wodurch ein jeder in den Stand gesetzt wird, den Originaltext כלשון הקודש gründlich verstehen zu lernen“ 29). Sachs hingegen widmete Uebertragungen jüdischer Poesie ״Freunden der Litteratur- und Kulturgeschichte, allen, die in jedem geistigen Schaffen eine leuchtende Spur des göttlichen erkennen“ 30). Schliesslich mag der Leser aus einigen wahllos herausgegriffenen Beispielen aus Uebersetzungen Heidenheims sich selbst ein Urteil bilden: ״ מצמיח קרן ישועהder des Heiles Horn blühen lässt“; והשב את ״ העבודה לדביר ביתךführe den Opferdienst wieder ein in den Chor 25) Monatsschrift 1893, S. 28 S. 25j Jüd. Zeitschrift f. Wissensch. u. Leb. II 265. 27) A. a. 0. se) Monatsschr. 1901, S. 42«, סדור עיון תפלה, Prag 1843, S. XII, Vorrede M. J. Landaus, Festschrift a. a. O. 29) Machsor Yorbericht zu Pessach, שפה ברורה, Vorbericht. s0) Die rel. Poesie der Juden in Spanien, Berlin 1845, S. VI. Ueber Mannheimers ״klassische“ Uebersetzung äussert A. Geiger (Nachgel. Sehr., II 347) sich etwas spöttisch. Harte Kritiken der Sachs’schen Psalmenüber- Setzung seitens A. Geigers und Gotthold Salomons, s. Jüd. Zeitschrift für Wissensch. u. Leb, II 264 f, Jahrbuch f. jüd. Gesch. u. Lit. 1919, S. 99, Ygl. Zunz, ges. Sehr., III 117 ff., wo Sachs’ Psalmenübersetzung ״an Steifheit und Ungelenkigkeit leidet.*