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Jeschurun · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 97

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 97)
Language
German
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Bücherb esprechun gen 95 gesse n״. So hat denn der Alt testamentler Straek den Neu testamentlem in seinem grossen Werk eine Arbeit geleistet, die eigentlich von neutestamentlcher Seite hätte geleistet werden müssen. Umso dringender wird sich in Zukunft nun das notwendige Erfordernis geltend machen, dass die neutestamentliche Wissenschaft das von Strack Gebotene unter Rückgang auf die Urtexte auswertet und weiterführt. Vorläufig steht die neutestamentliehe Wissenschaft vor der Tatsache, dass ein Alt testamentler und ein ״Spezialist“ durch seine Lebensarbeit, der neu testamentlichen Wissenschaft zu einem grossen Fortschritt verholten hat, was ihm zweifellos garnicht genug gedankt werden kann. Lic. P, F i e b i g , Leipzig. Eduard König : Hebr. und Aram. Wörterbuch zum alten Testament etc. zweite und dritte vermehrte Auflage. Leipzig Dieterich’sche Buchhandlung, 1922. In seinem Vorwort zu der neuen Auflage seines in Fachkreisen rühmliehst bekannten Wörterbuches, schreibt der verehrte Verfasser, dass er sich langst eine vielseitige Ergänzung seines Buches als Ideal hingestellt. Aber unter den jetztigen Umständen musste er sich darauf beschränken, die wie htigsten Ergebnisse der fortschreitenden Sprachforschung in einem Anhang darzubieten. Dieser Anhang umfasst ca. 16 Seiten, und die Besprechung kann sich demgemäss nur auf diesen Anhang bezeichnen, da das W B in seiner Totalität 30nst keine Aenderungen erfahren hat. Das erste was uns beim Lesen des Anhangs auffallt, ist die Feststellung, dass die beim Verfasser von jeher bekannte schier unglaubliche Belesenheit auch hier vollauf sich dokumentiert. In kurzen, knappen Sätzchen finden die in verschiedenen Zeitschriften und Werken der letzten Jahren erschienenen lexikographischen, kultur- und sprachwissenschaftlichen Aufsätze und Aeusserangen zustimmende oder abweichende Erwähnung. Auch eigene wertvolle Berichtigungen und Ergänzungen sind in grösserer Zahl vorhanden. Dass nicht allem An- und Ausgeführten zugestimmt werden kann, ist selbstverständlich So z. B. wenn der verehrte Herr Verf. meint, dass אל in Ps. 121,3 und Prov. 31,4 mit ״etwa“ zu übersetzen sei, so wird er kaum Beipflichtung finden Im Wechselgespräch des Ps. 121 ist אל unmöglich anders als Ausdruck der Ueberzeugung, dass Gott den Hilfesuchenden nicht wanken lassen wird, dass der Hüter nicht schlummert. Es ist dies die innere Stimme, die der Psalmdiehter im Momente seines Gebetes hört, die zu ihm in V. 3 ff. spricht und somit beruhigt. Im Prov. 31, 4 zeigt schon das אל von V. 3, dass es einfacher Imperativ ist und zwar rein verneinend. Unter אמת wird in sonderbarerweise eine Emendation in Hes 27,3b Yorgenommen In erwähnter Stelle steht bekanntlich das klare und deutliche את אמרת, das gar keiner Korrektur bedarf. Vgl. Hes 28,2:

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