Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 51 der X-Verzeichnisse in den verschiedenen Ochla-Schriften keinerlei Einheitlichkeit zeigen. Dies erklärt sich aber so: Die Uebeischritten in X waren kurz und ungenau, wie eben in den Bibelkodizes (cf. später § 19), aus welchen der Redaktor von X seine Verzeichnisse entnommen hatte. Die Redaktoren der späteren X-Rezensionen nun bemühten sich — natürlich unabhängig von einander — diese Ueberschriften exakter und ausführlicher zu gestalten, jeder natürlich nach seinem Belieben. So kommt es, dass die Ueberschriften in den X־Listen der Ochla-Rezensionen verschieden und ungleichmässig sind, während sie in X Einheitlichkeit zeigten. Kleine Unterschiede in der Terminologie haben doch auch in den Ueberschriften von X bestanden (wie sich nachweisen lässt, wenn man den Versuch macht, aus den verschiedenen Ueberschriften dergleichen Verzeichnisse denUrkern herauszuschälen, der die Ueberschrift der betreffenden Listen in X darstellt). Dieser Umstand ist darauf zuiückzuführen, dass der Redaktor von X, wenn er auch die Ueberschriften vereinheitlichte, doch in der Terminologie derselben unbewusst durch die Terminologien beeinflusst wurde, welche die ihm jeweils vor־־ liegenden Listen zeigten. Und dass diese verschiedene Terminologien zeigten, ist selbstverständlich, da sie ja aus den verschiedensten Bibelkodizes stammten. § 7. Die Urschrift X stellt sich also, sowohl inbezug auf die Form der Listen als auch bezüglich der Anordnung derselben (zwei, inhaltlich von einander getrennte Hauptteile, von denen der letzte wieder nach dem Alef-Bet geordnet ist!) als ein systemvolles, geordnetes Werk dar, das allerdings von den Späteren durch ihre Erweiterungen vielfach gestört und verunstaltet wurde. Auch nachdem (vom Bibeltext unabhängige) Sammlungen geschaffen waren, wurden doch weiterhin an den Rändern desselben die Massoraangaben kopiert und zwar meist genau in derselben Gestalt, wie sie im Vorlageexemplar standen. Sie wurden also nicht durch die Verzeichnisse der Urschrift und der von ihr abhängigen Werke beeinflusst, weder durch sie versbesert noch ersetzt. Man darf sich darüber nicht wundern; denn