Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 49 Zweifellos ist dies eine starke Stütze für die Annahme, dass die betreffenden Verzeichnisse eben ErweiteruDgslisten sind. Die Listen also, welche H und P zu den X-Listen, vor allem am Ende derselben, hinzufügen, sind als eine mehr oder weniger passende Erweiterung der Urschrift X anzusprechen. Ausser H und P gab es noch andere Erweiterungsschriften. Genauere Behandlung derselben findet sich später im § 12 ff. Dort ergeben sich auch weitere Beweise, welche die von uns rekonstruierte Gestalt der Urschrift bestätigen. § 6. Wenn wir nun ein allgemeines Facit der vorstehenden Untersuchung ziehen, so ergibt sich folgendes Bild: Wie im vorigen Kapitel gezeigt wurde, dass die vielen Ungenauigkeiten, Inkonsequenzen, Fehler usw., welche die Bearbeiter der Massora den Massoreten zur Last legen, grösstenteils auf mangelhaftes Eindringen in den Geist und in die Entwicklungsgeschichte der Massora seitens dieser Bearbeiter zurückzuf-Ihren sind, so haben die Ausführungen dieses Kapitels ergeben, dass die Tätigkeit der Massoreten inhezug auf die ersten ״unabhängigen“ Massorawerke höher einzuschätzen ist, als man es gemeiniglich zu tun gewohnt wrar. Gewiss, ein II und P zeigt dem flüchtigen Beschauer sehr wrenig System, Ordnung, Harmonie. So bringt vor allem P Listen verschiedenster Art nebeneinander: Sehr alte Listen, welche die letzte, durchgebildeste Entwicklungsstufe zeigen und dann wieder solche in ihren Anfangsstadien; Verzeichnisse, die ihrem Inhalt nach der älteren Zeit angeboren müssen und wieder solche mit Themen, die erst in der allerletzten Zeit Behandlung gefunden haben können (z. B. genaue Differenzierung von Vokalen, Akzenten); andere Verzeichnisse wieder handeln von Kere Ketib, von Ilapaxlegomena, von den ״grossen und kleinen“ Buchstaben der Bibel, von grammatischen Eigentümlichkeiten usw. usw. 6) Wenn wir jedoch der massoretischen Tätigkeit der damaligen Zeit gerecht werden wollen, so dürfen wir das Material für diese Beurteilung nicht allein aus den uns zufällig erhalten gebliebenen 6) Viel Genaueres bei der speziellen Charakteristik von F im IV. Kap. 4