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Jeschurun · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 33

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 33)
Language
German
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Die Philosophie der Gegenwart usw. 3a phjsik in doppelter Weise ein: als B e g r i ff, der die Teilbegriffe in sich enthalten soll, gleichwie in der Mathematik aus dem Begriff Kegelschnitt analytisch Ellipse, Parabel, Hyperbel, etc. abgeleitet werden, sodann als gemeinter Gegenstand, der als Urwirkiiches alles Gegenständliche potentiell in sich bergen soll. Genaueres über Driesch in seiner Stellung zu religiösen Problemen (Tod etc.) soll demnächst von mir mitgeteilt werden. Auch für Martius ist Gott der höchste Systembegriff — eine glückliche Wendung — und er nennt Perioden, die dem Gottesgedanken gegenüber versagen, Zeiten der Schwäche des Denkens. Für M. differieren zwar die Wege von Philosophie und Religion, doch sind sie wesensverwandt und streben demselben Ziel zu; auch bringe die Vollendung eines philosophischen Systems eine Befriedigung religiöser Bedürfnisse mit sich. Doch fehlt bei ihm eine strenge Piatzanweisung. Sehr beachtenswert ist Höflers Grundlegung der Religion. Die Ethik, die ursprünglich nur Menschenliebe lehrte (omnes iuva), vollzog den Uebergang zum omnia iuva (was auch die Tiere einschliesst: ודע צדיק נפש בהט תר'}. Beim Fortschritt zum: Omne iuva — ״Greif helfend ein in das All — hilf der Gottheit“ ist bereits das Gebiet der religiösen Gefühle betreten. Dies ist freilich mehr eine Kennzeichnung eines psychologischen Sach- Verhaltes; eine Erweiterung erfährt diese durch die Beschränkung des Ethischen auf das Endliche, Erfahrbare, während das Religiöse über das Erfahrbare und Endliche hinaus ins Unendliehe strebt. Jerusalem hat die Zahl der Gottesbeweise um einen neuen, den grammatischen, bereichert: Gott ist das Subjekt zum grossen Impersonale des Universum. Diese nicht allzu strengwissenschaftliche Fassung, die mehr blendet als überzeugt, stützt J. durch den Hinweis auf seine fundamentale Apperzeption, derzufolge sich jeder Vorgang in Kraftäusserung und Kraftzentrum gliedern lässt. Gott ist ein Kraftzentrum. Im wissenschaftlichen Bemühen, im sittlichen Erstreben sind wir zugleich auf der Spur nach dem Willen Gottes. Im Abschnitt über Ethik führt 3

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