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Jeschurun · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 19

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 19)
Language
German
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Die religiöse Immanenz 19 ■m schaffen, ohne Zeit und weiteren Willen zur Kritik. Demgegenüber glauben wir hier in streng kritischer und doch aufbauender Weise das religiöse Problem erörtert. Manches dort sachlich Geäusserte ohne den dogmatischen Unterton, vieles rein phänomenologisch zu Wertende besteht auch jetzt noch, ebenso die Kritik Bub er’scher Ansichten. Vieles hier Ausgeführte findet sich auch dort schon angedeutet, doch nicht aus einheitlicher Methodik entwickelt. Der methodische Standpunkt schwankt noch zwischen Kritik und Synthese. Und in ״Cheruth“ ist sogar noch die objektive, metaphysische, ontologische Frage gestellt. Was ich damals noch für möglich hielt: das religiös ..Absolute“ je in ״philosophischer Objektivität“ zu fassen, scheint mir jetzt unmöglich, so sehr gerade die reli״ giöse Immanenz in eine neue religiöse Objektivität verstrahlt. Jetzt haben wir die Fragestellung aus dem Transzendenten in’s Immanente gerettet und wurden erst ganz kritischen Bedürfnissen gerecht. Dort ist ״Existenz“, hier: Erkenntnis. — Auch wie weit innerhalb der Immanenz die Tendenz zur Transzendenz doch durchdringt, beruht gerade auf dem eben angedeuteten innergeistigen Prozess im religiösen Bewusstsein vom Immanenten zum Transzendenten und umgekehrt. Kritisch-philosophisch kann auch die Transzendenz nur in der Immanenz gerechtfertigt werden. Lebendig-religiös wird meistens die Transzendenz ganz intuitiv feststehen, ohne dass nach philosophischer Kritik auch nur gefragt werden wird. —- Vor einer terminologischen Verwechslung muss man sich jetzt noch hüten. Wir sprechen von der religiösen Immanenz immer im oben genau charakterisierten Sinn. Das aber bedeutet nicht etwa, dass z. B. der in der ganzen Religionsphilosophie immer wiederkehrende Streit: immanente Gottheit oder transzendente Gottheit unserer Terminologie miteinbezogen werde und man nun etwa sagen dürfe, dass die ״Immanenz“ der Gottheit (wie bei manchen pantheistischen, mystischen oder panentheistischen Systemen) usw\ sich mit unserem Begriff der Immanenz decke. Denn dieser Begriff von der immanenten oder transzendenten Gottheit usw. ist 0 n 10-

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