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Jeschurun · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 14

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Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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14 Die Bedeutung des Ariertums usw. folgende Momente unterstützt: Das ha-jom ist syntaktisch schwierig und steht nicht in andern Angaben über Wechsel der Benennung (1. Mos. 14, 2 b usw.). Auch hat die LXX dieses ha-jom nicht ausgedrückt, sondern dafür ״das Volk“ gesetzt, also wahrscheinlich d$s mit ha-jom ähnliche ha-’am gelesen. Ausserdem ist es keine Kleinigkeit, wenn die Freunde der von Beer vertretenen Annahme behaupten müssen, alle Fälle, wo vor Samuels Zeit von Nebrim gesprochen wird (1. Mos. 20, 7 usw.), seien erst hinterher in die Quellen hineingedichtet usw. (vgl. Theol. A. Ts. 57 f.). Folglich hat Beer auch an diesem Punkt mit Unrecht einen Einfluss des Ariertums auf Israel behauptet. Was die Anleihen betrifft, die Israels Kultur auf ihrem profanen Gebiete bei den Ariern gemacht haben soll, so kann darüber rascher hinwreggegangen werden, da sie von geringerem Gewichte sind. Aber auch sie sind keineswegs gesichert. Denn mag man auch zu dem salomonischen Urteil 22 Parallelen bei den verschiedensten Völkern nachgewiesen haben, so ist es trotzdem keineswegs, wie Beer (S. 10) denkt, wahrscheinlich gemacht worden, dass die biblische Erzählung (1. Kön. 3, 24 f.) ihre Heimat in Indien gehabt habe und von dort über Saba, das seit Salomos Zeit mit Israel in Verkehr stand (10, 1), zu diesem Volke eingewandert sei. Denn ein so kluges Richterurteil konnte an mehreren Orten und zu verschiedenen Zeiten innerhalb der Menschheit gefällt werden. Eine genauere Betrachtung erfordern aber wieder die indogermanischen Kulturbestandteile, die auf dem religiösen Gebiete von Israel seit dem Ende des babylonischen Exils von den Persern entlehnt worden sein sollen. Die Beurteilung dieser Fälle kann nur deshalb zum Teil etwras kürzer vollzogen werden, weil inbezug auf sie neben den Vertretern der Entlehnung eine Reihe von Bestreitern derselben vorhanden zu sein pflegt, also auf deren Beweisführung hingewiesen werden kann. Etwas ganz Neues ist freilich Beers Behauptung (S. 15), dass das . Judentum von den Persern ״den Erlösung^־ gedanken“ übernommen habe. Also was schon in den ältesten Quellen positiv (1. Mos. 12, 3 b) und negativ (Jos. 24, 2f.)

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