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Jeschurun · 1923-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1923) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1923)
Date
1923-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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12 Die Bedeutung des Ariertu ms usw. bei den Israeliten als Lehngut zu betrachten sei. Durch solche wackelige Aufstellungen kann kein Fortschritt im Aufbau der Religionsgeschichte erzielt werden. Sehen wir zu, ob Beer weiterhin feststehende Materialien zu diesem Aufbau aufgezeigt hat! Einen benachbarten Abschnitt widmet er den Menschen־ opfern. Von ihnen sagt er, dass ״die Israeliten sie noch in historischer Zeit ausübten״ .״Gemäss der alten Forderung: den erstgeborenen deiner Söhne sollst du mir geben (2. Mos. 22,28) vollzogen sie unter andern! die Menschenopfer als. Bauopfer und als Sühnopfer. So opferte Hiel heim Wiederaufbau Jerichos seine Söhne (1. Kon. 16,34 vgl. Jos. 6,26) und brachten die Könige Alias und Manasse in politisch schwülen Zeitläuften ihre Söhne als Opfer dar2) ״. Kön. 16,3; 21,6). Nun seien die Menschenopfer nur für d i e Semiten charakteristisch, deren Gebiet von Ariern durchsetzt war, bei denen das Menschenopfer auf uralter Sitte beruht und reichlich bezeugt ist. Deshalb liege es nahe, zu vermuten, dass Spuren von arischer Beeinflussung auch im Menschenopfer vorliegen. Aber anstatt zu festeren Bausteinen im Aufbau der Religionsgeschichte sind wir zu einem Haufen von Sandgeröll und Unrat geführt worden. Denn wie will Beer beweisen, dass ״die״ Israeliten das Menschenopfer noch in geschichtlicher Zeit übten? Erstens will er in 2. Mos. 22,28 die Forderung, den Erstgeborenen zu opfern, finden, während doch das dortige ״geben“ auch ״zum Priesterdienst weihen״ bedeuten kann und dies bedeuten soll, weil die Erstgeborenen nach hundert Stellen der Stolz der Eltern waren und keineswegs geopfert wurden. Ein zweiter Beweis für die israelitische Uebung des Menschenopfers wird in 1. Kön. 16,34 gesucht. Aber im Texte ist gesagt: ״um den Preis von (he wie 1. Sam. 2,23 usw.) Abiram usw.6״) und der Text will eine Katastrophe berichten. Wenn Beer aber drittens auf das Verfahren von Abas und Manasse als Zeugnis von Israels Gewohnheit, Menschenopfer darzubringen, hinweist, so gibt er nur eine deutliche Probe von dem Wirrwarr, der jetzt in der Auf- 6) Falsch ist ״auf Abiram usw.“ bei Gressmann im Auswahls- >A. T. zur Stelle.

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