Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1923)
- Date
- 1923-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Bedeutung des Ariertums זז13ז. 11 er, die Frage, ob nicht schon die Jugendzeit der israelitischen Religion insbesondere durch arische Völker beeinflusst war, bejahen zu dürfen. Einen Beweis findet er darin, dass das Brandopfer bei *den echtesten Semiten, den Arabern“ fehle. Aber er kann doch selbst nur dies sagen: *Weil das Brandopfer mit dem Licht- und Feuerkult Zusammenhang^ und dieses (? Licht und Feuer) gerade bei den Ariern eine grosse Rolle spielt, so wird vermutlich da3 Brandopfer ans arischen Einflüssen auf den israelitischen Kult zu erklären sein“ (S. 8). Aber nicht einmal diese ״ Vermutung“ ist wahrscheinlich. Denn Feuer brauchte man nicht nur bei den Brandopfern, sondern bei vielen Opferarten, und die Opfer sind aus einem allgemeinmen schlichen Trieb der Pietät geboren und bei den Hebräern ebenso selbständig als sinnbildlicher Ausdruck der dankbaren Huldigung und des Versöhsungsbedürfnisses verwendet worden, wie bei andern Völkern (1. Mos. 12, 7 usw.). Gleich bei diesem Kulturmoment, bei welchem Beer eine Entlehnung anaimmt, zeigt es sich also, dass er die wichtige Grösse, die Parallelerscheinung in der Kulturgeschichte zu nennen ist, wieder einmal gleich anderen neueren Anhängern der Entlehnungstheorie nicht zu ihrem Rechte hat kommen lassen. Mehr als bloss gewagt ist es ferner, wenn Beer die Vor- Stellung des Ewigen als *Himmelsgottheit“ oder seine spätere Benennung mit *Vater“ von indogermanischem *Einfluss herleitet (S. 8). Von Himmelsgottheiten sprechen ja auch die Chinesen, die Kanaaniter, wie es sich auch in den Amarnabriefen gezeigt hat (vgl. meine Theologie des Alten Testaments 1922, 126, Anm. 2), und andere Völker. Welche Ungerechtigkeit ist es da, zu behaupten, dass nur gerade die Israeliten diese Vor- Stellung geborgt haben sollen. Ferner die Auflassung Gottes als des erhabensten *Vaters“ steht bei den Israeliten in einer ganzen Reihe von Ausdrücken, durch die das Verhältnis des alten Rettergottes zu seinem Volke natürlicherweise veranschaulicht wurde (ebenda S. 265—69). Folglich ist es eine ganz fernliegende, ja eine gewaltsame Annahme, dass diese mehr oder weniger allgemeinmenschliche Benennung Gottes gerade