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Jeschurun · 1922-11-01 · Heft 11-12 (November 1922) · p. Seite 445

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 11-12 (November 1922)
Date
1922-11-01
Page
Seite 445 (sequence 61)
Language
German
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Die religiöse Immanenz 445 XI. Dem prinzipiellen Charakter unserer Untersuchung gemäss schien ein Hinweis auf ähnliche und eine Polemik gegen anders־ artige Anschauungen überflüssig, obwohl zu beidem sich reichlich Gelegenheit geboten hätte. Es liegt nicht in der Richtung einer systematischen Untersuchung, nun gar noch genau die historische Situation zu bestimmen, in der die Untersuchung steht. Dass philosophisches Denken, wie jedes andere, seine historische Voraussetzung hat, ist fraglos. Dass es aber zugleich ein Eigenstes ist (und wenn es dieses Eigenste nicht ist, eigentlich nicht wert ist gedacht zu werden), dass es eine durchaus ״sachphilosophische“ Bedeutung hat, dies allerdings erscheint den mehr historisch Eingestellten durchaus nicht immer zweckmässig. Sie ergänzen nämlich systematisches Denken durch ein historisches Sammelbündel und vermeinen ein denkerisches Problem besser gelöst, wenn es geschichtlich eingeordnet und relativiert ist. Wir aber schreiben ja hier keine Geschichte des religiösen Problems und des religiösen Denkens und müssen auch nicht den Immanenz- Charakter des Religiösen durch eine historische Fundierung, stützen. Id solchem Falle müssten nicht nur neuere und neueste Denker wie Schleiermacher, Simmel, Scholz, James im positiven oder negativen Sinne erwähnt sein; bei den Primitiven müsste tatsächlich begonnen, Griechentum, philosoph. Mittelalter und Renaissance, die ganze Romantik usw. in einer vieltausendjährigen Totalität beschrieben werden. — Hier aber begnügen wir uns mit einer systematischen Einsicht und sehen nun den Aehrenlesern der Geschichte interessiert und gerne zu, wie sie sammeln und vergleichen und alles hier Entwickelte auch in einer weiteren historischen Zusammenhangsfülle mit Notwendigkeit erblicken. — J (Schluss folgt.) Druckfehler-Berichtigung (für ״Die religiöse Immanenz״ erster Teil). Seite 327, Zeile 5 von oben: ״und sieht schon“ statt ״und sie schon״, Zeile 20,21 von oben: ״im Bewusstsein“ statt ״ins . . .״ Seite 328, Zeile 3,4 von oben: ״alles konkrete religiöse Dasein“.

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