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Jeschurun · 1922-11-01 · Heft 11-12 (November 1922) · p. Seite 433

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 11-12 (November 1922)
Date
1922-11-01
Page
Seite 433 (sequence 49)
Language
German
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Eine Weihnachtsfeier 438 er das Bajonett in den Leib, zweimal, dreimal-ich zünde ein Streichholz än und sehe meinen Ungar vor mir; sein Scheitel schien mir stark von Mehl bestäubt zu sein —-ich sah näher zu: Sein Haar war weiss; er war ergraut ... ״Was ist das!“ — fragte ich ihn. — ״Auch du" — erwiderte er. Und wieder wandte er sich dem Körper im Schnee zu und stösstnochmals das Bajonett hinein, tief hinein mit grimmer Wut. Ich blickte dem Toten ins Gesicht. Es war der Kommandant! Die religiöse Immanenz. Von Dr. Hermann Weyl (Frankfurt/Main). (Fortsetzung.) VII. Um das Wesen des Judentums darzulegen, könnte u. E. der Standpunkt der Immanenz von wichtigster Bedeutung werden. Denn jetzt würde es möglich sein, alles aus dem Innersten zu begreifen, die religiöse Urkraft darzutun, wie sie in aller jüdischreligiösen Tatsachenfülle sich verwirklichte. Auf alles würde innigste religiöse Beseeltheit leuchten, und erst jetzt käme der Urprozess, die religiöse Aktivität zu ergreifender Sichtbarkeit. Eine spätere Arbeit soll diese wichtige Aufgabe leisten. Und mit innerer Gewissheit und idealer Schau einer solchen Deutungstat des Judentums wenden wir uns zu einem gegenwärtigen Versuch, das Judentum zu begreifen und zu vermitteln. VJL1I. Max Brod’s Werk ist Spiegel einer religiösen Existenz; als grosse Tatsache hinzunehmen: Bekenntnis zum Judentum. Seiten dürfte aus religiösen Grundeinsichten der praktischsittliche Gehalt des Judentums uns Neueren schon gleich bedeutend dargestellt worden sein. Abbild einer religiösen Existenz ist das Werk, fast schon Existenz selbst; hervorgetrieben aus innerster Erfülltheit, nichtinschweifendirrlichtelierenderVerschwommenheit,

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