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Jeschurun · 1922-11-01 · Heft 11-12 (November 1922) · p. Seite 401

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 11-12 (November 1922)
Date
1922-11-01
Page
Seite 401 (sequence 17)
Language
German
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Aus R. Akiba Egers Heimat? 401 Aus R. Akiba Egers Heimat. Von Dr. A. Fürst (Budapest), Prof, am jüd. Gymnasium. Es gibt wohl wenige Gestalten des neueren jüdischen Geisteslebens, um.die so rasch sich die verschlingenden Ranken der Legendenbildung zu winden begannen, an die sich andererseits so reiche Gebilde der positiven Familienforschung ansetzten, wie an den bekannten Oberrabbiner von Posen, Rabbi Akiba Eger, den letzten Gaon Deutschlands, wie man ihn zu nennen pflegt. Hat sich doch vor Jahren ein eigener Familienbund gebildet, dessen zahlreiche Mitglieder, meist bekannte Persönlichkeiten des In- und Auslandes, — nach Art der aristokratischen freiherrlichen Familientage, - zu einem ״Familienkongress״ zusammentraten, um das Interesse für die Geschichte ihrer Familie wachzuhalten und in weiteren Kreisen zu erwecken. In mehreren Blättern las ich seinerzeit über diese solenne Veranstaltung, die sich aber, — so scheint es mir, — mehr mit der lebenden Deszendenz ihrer grossen Ahnen befasste, als mit der toten Aszendenz dieses Grossen in Israel, der seine Grösse selbst einer Reihe von verdienstvollen, ehrenwerten und tüchtigen, — wenn auch weniger berühmten — Vorfahren verdankte. Freilich hat sich die genealogische Forschung eben erst in den letzten Jahren eingehend auf diesem Gebiete betätigt: nun aber lückenlos die Abstammung und die nähere Verwandtschaft R. Akiba Egers aufgedeckt. Dem bekannten Bibliothekar der Wiener jüd. Gemeinde, Prof. B. Wachstein, gehört das Verdienst, sämtliche einschlägigen Daten gesammelt und nunmehr veröffentlicht zu haben. In seinem Monumentalwerke über die ״Inschriften des alten Judenfriedhofes in Wien״*) Band II, Seite 160—171 widmet er dem Stammbaume der Familie Margulies-Jaffa-Schlesinger-Guns, (so viele Namen hatten die Vorfahren R. Akibas), eine eingehende Studie, deren hauptsächlichsten Resultate hier kurz zusammen gefasst seien. Demnach wäre der älteste, sicher nachweisbare Urahne der Familie der,Valm* jenes bekannten Finanzmannes Marx Schlesinger (in *) Wien und Leipzig 1912 resp. 1917 bei W. Braumüller.

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