Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- Seite 346 (sequence 42)
- Language
- German
- Belongs to
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346 Untersuchungen über die Entwicklung usw. Wir sind nunmehr am Ende eines wichtigen Abschnittes unserer Untersuchungen angelangt. Wir haben die Geschichte der Massoraangaben, ihre Entwicklung zu zeichnen versucht von den ersten bescheidenen Anfängen bis zu den umfangreichsten Listen, welche eine Fülle von mehr oder weniger wichtigen massoretischen Merkwürdigkeiten behandeln, deren Sinn allerdings nicht immer klar zu Tage liegt, da die Massoraangaben auf ihrem langen Wege durch die Jahrhunderte vielfachen verderblichen Einflüssen ausgesetzt waren. Es ist nunmehr die Geschichte der Massora Sammlungen darzustellen, welche sich zeitlich an den soeben behandelten Abschnitt anschliesst14). (Ende des zweiten Kapitels.) gibt, welche mit Wau beginnen, würde in dieser Liste bei diesem Buchstaben vielleicht kein einziges Beispiel stehen, während alle anderen Buchstaben durch zum Teil sehr viele Beispiele vertreten sind. Da die Massoreten auf eine äussere schöne Form Wert legten und nicht wünschten, dass ein Buchstabe gänzlich ausfalle, ferner das Bestreben hatten, auch diese Sammlung von Beispielen des Buchstaben Wau, welche eine abgeschlossene Angabe ist, in einem grösseren Verzeichnis nnterzubringen, trugen sie keine Bedenken, diese Beispiele in der Liste P 13 aufzunehmen. Wenn wir nun an dieses Verzeichnis wissenschaftlich herantreten, so ist es unsere Aufgabe diese Gründe zu würdigen und sie in das Bild, welches wir uns von den alten Massoreten und ihrer Tätigkeit entwerfen, als ein wichtiges Charakteristikum harmonisch einzufügen und die Erkenntnis daraus zu schöpfen, dass die Massoralisten auch in dieser Beziehung aus dem Geiste der Massoreten heraus verstanden werden müssen, wie wir es inbezug auf das exegetisch-lexikalische Gebiet K. II § 1 nachzuweisen versucht haben. Dabei noch folgende Bemerkung: Dass die Massoreten beim Buchstaben Wau der alphabetischen Verzeichnisse häufig ins Gedränge kommen und dass dadurch vielfach Ungenauigkeiten und Fehler sich einschleichen, beweist auch das Beispiel מים (Cf K. II § 23). 14) Diese Behauptung ist. natürlich nur in allgemeiner Form gültig. Wie in diesen Jahrhunderten neue Massoraangaben geschaffen worden, welehe die Form der ersten Entwicklungsturen zeigen, so haben wieder andererseits viele ältere Verzeichnisse erst in dieser Zeitepoche ihre letzten Entwicklungsstufen dnrchgemacht. Vor allem gilt dies von der zuletzt behandelten inneren Entwicklung, die bei einigen Beispielen — wie wir vermuteten — erst in diese späte Zeit fallen kann.