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Jeschurun · 1922-09-01 · Heft 9-10 (September 1922) · p. Seite 344

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 9-10 (September 1922)
Date
1922-09-01
Page
Seite 344 (sequence 40)
Language
German
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344 Untersuchungen über die Entwicklung usw. man sich drei Tatsachen aus der Geschichte der hebräischen Vokalisation und Akzentuation vergegenwärtigt. 1. Der Kameslaut wurde in der frühesten Zeit imHebräischen זקף genannt. Vgl. hierzu die Massoraangaben zu Hos 5,10 סיף פסוק p,צו : י״ג יחדיין דזקפין ובולד und zu Jes 48, 7 שמעתם : י״א יהדיץ דזקפין דמשמשץ ת; ולית זוגץ, welche die mit Karnes versehenen Wörter זקפץ statt, wie sonst üblich, קמציין nennen. Dies ist sehr leicht erklärlich, da die Vokalisation des Hebräischen höchstwahrscheinlich nach dem Vorbild der nestorianischen Vokalisation des Syrischen geschaffen wurde (cf. Bergsträsser H G §9c), welche den Kameslaut zqäfä (= זקפא) nennt12). 2. Zur Zeit der Entstehung der hebräischen Vokalisation hatte die Bezeichnung קפץ eine ganz allgemeine Bedeutuog, indem darunter verschiedene Vokale verstanden werden konnten (cf. K. II § 4 Anm. 1). 3. die Akzentzeichen und -namen sind nach der Vokalisation geschaffen worden. \ § 26. Stellen wir uns nun einmal vor: Ein Massoret zur Zeit der Entstehung der hebräischen Vokalisation stösst in seinen Studien auf dieses Verzeichnis. Von Akzentnamen ist ihm nichts oder nicht viel bekannt. Jedenfalls hat er in der Massoraliteratur noch niemals einen solchen gefunden. (In keiner Liste der Ochla-Urschrift wird ein Akzent erwähnt ausser in unserer Liste P 21 nach der Lesart in H und Mf.) Jetzt findet er in dieser Liste die Bezeichnung קמץ מקפא. Ist es zu fernliegend, wenn man annimmt, dass dieser Massoret die Bezeichnung זקפא, welche ihm in der Bedeutung des O-Lautes bekannt war, als einen erklärenden Zusatz zu der allgemeinen Bezeichnung קמץ betrachtete und die Ueberschrift dieser Liste falschlicherweise in folgender Weise übersetzte: *Ein alphabetisches 12) Beachte die Gleichheit der Vokal- und Akzentbezeichnungen: זקף bedeutet Kames und einen Akzent; פשטין bedeutet Pataeh (cf. K II § 4). פשטא ist ein Akzent; סגול ist die Bezeichnung eines Vokals, פגולתא die eines Akzents. Siehe auch Kahle HG Vorwort IX Anm. 1, wo gesagt wird, dass die Vokalzeichen fürs Hebräische, Syrische und Arabische eng zusammenhängen. פתה, petäkä, fatba sind identisch, damma^np kasra=pnn.

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