Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- Seite 337 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2292929-2293011-2293017--05820-2299103- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Untersuchungen über die Entwicklung usw. 037 angehörenden Verzeichnissen, welche grosse Differenzen zwischen den drei Ochla-Quellen aufweisen. Während eine Reihe der umfangreichsten Listen*), welche drei- oder viermal mehr Beispiele bringen als P 33, nur ganz geringe Unterschiede in der Ueber- Lieferung der drei Ochlasammlungen zeigen, bringt die kleine Liste P 33 sieben Beispiele mehr als die analogen Listen in H und Mf, eine Tatsache, die wert ist Beachtung und Aufklärung zu finden. Dazu kommen andere Besonderheiten oder Auffälligkeiten; nur noch auf folgendes sei hingewiesen : Mit P 33 beginnt eine ganze Gruppe von Listen, in welchen auffallend viele Beispiele fehlen. Wenn wir auch K. II § 11 und 12 Vollständigkeit als ein Charakteristikum der massoretischen Listen ausdrücklich ablehnten, so ist doch in diesen Verzeichnissen die Zahl der ausgelassenen Beispiele ganz aussergewohnlich gross im Vergleich zu den anderen Massoraangaben, vor allem den Ochla-Listen, die sehr häufig Vollständigkeit der Beispiele auf weisen. Ginsburg in M IV 167 ו sucht der verschiedenen Schwierigkeilen — auch mittels Korrekturen — einzeln Herr zu werden, doch ohne durchgreifenden Erfolg. In Wirklichkeit lösen sich alle Fragen auf einmal, wenn wir von dem Standpunkt ausgehen,* dass die Liste in der uns vorliegenden Form nicht als ein einheitliches Gebilde, das aus der Hand eines Schöpfers hervorgegangen ist, betrachtet werden darf, sondern als das Produkt verschiedener innerer Entwicklungen. Die meisten Listen in den Ochla-Sammlungen sind nach dem Alef-Bet geordnet. Dementsprechend beginnen die Ueber- Schriften mit א״ב מן חד וחד. In manchen Verzeichnissen jedoch — und dies ist u. E♦ der Schlüssel zur Lösung — hat א״ב eine ganz prägnante, eigenartige Bedeutung. Man versteht darunter nicht eine alphabetisch geordnete Sammlung aller Beispiele, denen eine bestimmte massoretische Eigentümlichkeit gemeinsam ist, sondern eine alphabetische Zusammenstellung, welche von jedem Buchstaben des Alef-Bet nur ein Beispiel bringt. Welches Beispiel gewählt wird, ist *־) So die Liste P15, welche ungefähr 180 Beispiele bringt gegen 09 Beispiele in P 33; ferner P 2, P 8, P 4. . . . 3