Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1922)
- Date
- 1922-09-01
- Page
- Seite 338 (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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338 Untersuchungen über die Entwicklung usw. im allgemeinen Zufall, doch scheinen die Massoreten besonders charakteristische Beispiele oder solche, welche neben der in der betreffenden Liste behandelten massoretischen Merkwürdigkeit noch eine andere besitzen, bevorzugt zu haben.4) § 21. Diese Unterscheidung zwischen den alphabetisch geordneten Listen und den Alef-Bet-Listen — so wollen wir der Kürze halber in Zukunft die Verzeichnisse mit einem einmaligen Alef-Bet nennen — scheint auch in der Terminologie der Massora in feinster Weise angedeutet zu sein. Zum Unterschied von א״ב מן הד וחד (mit Wau vor dem zweiten חד) nannte man diese Listen א״ב מן חד חד (ohne Wau vor dem zweiten חד) ein alphabetisches Verzeichnis von ״je einem“ Beispiel für jeden Buchstaben des Alef-Bet. (חד חד heisst ja nach dem gewöhnlichen Sprachgebrauch: ״je eines“). Die alten, unverfälschten Quellen H und Mf haben in der Tat bei den von uns zu den Alef-Bet-Listen gezählten Verzeichnissen fast immer diese Lesart, während P in seiner Schematisierungssucht חד חד in חד וחד, welches natürlich der weit häufigere Terminus ist, korrigiert hat. Dass «dieses Wau inmitten der unübersichtlichen Fülle des massoretischen Stoffes, der zumeist in schlechtester Weise niedergeschrieben war, manchmal aus Versehen weggelassen oder gesetzt wurde, kann nicht wundernehmen. Solche Alef-Bet-Listen finden sich in der auf uns gekommenen Massoraliteratur in geringer Zahl, und meist nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form. Spätere Massoreten haben den speziellen Charakter dieser Verzeichnisse nicht mehr erkannt und daher aus eigener - Kenntnis neue Beispiele zu den über- 4) Dies ist sehr leicht verständlich, wenn man sich vergegenwärtigt: Wie in § 6 nachgewiesen, wurden zur Zusammenstellung der Massoraverzeichnisse die am Rande des Bibeltextes stehenden Einzelbemerkungen zusammengesucht. Es ist natürlich, dass am zahlreichsten solche Wortformen angemerkt waren, welche besondere oder mehrere massoretische Merkwürdigkeiten zeigen, und solche sind daher auch in erster Linie in den Yerzeichnissen vertreten.