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Jeschurun · 1922-09-01 · Heft 9-10 (September 1922) · p. Seite 314

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 9-10 (September 1922)
Date
1922-09-01
Page
Seite 314 (sequence 10)
Language
German
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314 Mussarworte Die ״Einleitung“ in das Werk ״Chofez Chajim“ erörtert, wieviel Verbote der Übertritt, der לשון הרע spricht. Sie kommt zu dem Resultat, dass im ungünstigsten Falle, wenn noch eine Reihe von Umständen hinzukommen, 17 לאדן und 14 עשין also 31 von den 613 Geboten der Thora übertreten werden. Das alles wird nicht so ins Leere hingesprochen, sondern aufs eingehendste in dem beigegebenen Quellennachweise belegt. Aus den הלכות אסורי לשה״ד. Cap. 2, enthält 18 Paragraphen. § 1. Man darf nicht לשון הרע gegen seinen Nächsten reden, selbst wenn es sich um N Wahres handelt, auch nicht vor einem Einzelnen, umwieviel weniger vor einer grösseren Anzahl. Je mehr Zuhörer da sind, um so grösser ist die Schuld dessen, der davon spricht, weil der Nächste dadurch noch mehr verunglimpft wird; es wird doch dadurch das Schlechte, das man ihm nachsagt, immer mehr verbreitet. Auch verleitet der Betreffende dadurch ja viele Leute לשון הרע zu hören. § 2. Von den Weisen wird dies Reden erlaubt, wrenn es in Gegenwart von dreien gesagt wird. Aber da handelt es sich um einen Fall, wo nichts direkt Schlechtes ausgesagt wird und man die Worte verschieden auffassen kann. Es ist klar, dass es auf das Wie des Redens ankommt. In diesem Falle haben es unsere Weisen gestattet, sie nahmen an, dass der Redende, da er doch die Sache in Gegenwart von dreien erzählt, ganz genau weiss, es werde das Jenem zu Ohren kommen; denn einer ist immer mit dem anderen bekannt und daher nimmt er beim Reden sich schon von selbst in Acht, dass man aus seiner Ausdrucksweise nicht merkt, er meine es schlecht. (Ein Beispiel für viele : Man fragt jemanden, w~0 raucht jetzt ein Schornstein? und er sagt darauf: dort! da kocht man immer Fleisch und Fische, da kommt es darauf an, wie er dies sagt, wenn er gefragt wird. Wenn er will, kann er dafür eine Form finden, die gar nichts Böses sagt. Ist doch in der Tat oft

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