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Jeschurun · 1922-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1922) · p. Seite 229

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1922)
Date
1922-05-01
Page
Seite 229 (sequence 53)
Language
German
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Mar Samuel 22£ - ein Notbehelf, dessen man sich nur bei gänzlicher Ratlosigkeit bedienen darf. 2. Wenn der Ausdruck אמגושא nicht zur Be- Zeichnung für damals bestimmte und bekannte Persönlichkeiten gedient hätte, sondern nur als ein in älteren Werken vorkommendes Fremdwort bekannt gewesen wäre, über dessen Bedeutung noch Zweifel herrschte, wie kommt es, dass Rab über אמגושא halachische und agadische Lehren erteilt, wie z. B.: Wer von einem אמגישא etwas lernt, verdient den Tod, und ferner Parao, der König von Aegypten zur Zeit Moses, war ein אמגושא. weil von ihm (Exod. 7, 15) erzählt wird: ״Er gehet hinaus an’s Wasser/‘ (Wahrscheinlich wird hier auf einen Gebrauch der Magier angespielt) 1). 3. Es ist nicht denkbar, dass Rab, der im persischen Reiche geboren und später dort Rektor einer Hochschule war, von den Magiern, den Priestern der Perser, garnichts gewusst haben sollte. Ja im Gegenteil mehrere Aus- Sprüche von Rab zeigen, dass ihm persische Sprache und persische Anschauungen bekannt waren. Es muss daher die Talmudstelle Sabbath 75 a in dem von mir angegebenen Sinne genommen werden, jüdische Friedhöfe einst und jetzt. Von Erich Toepiitz, z. Zt. Berlin. Die gräberreiche Kriegszeit hat uns zahlreiche Arbeiten über die Friedhofskunst beschert, in denen fast immer die jüd. Begräbnisplätze rühmend hervorgehoben, nnd nicht selten jüdische Grabsteine unter den Musterbeispielen abgebildet werden. Vielleicht ist dem eifrigen Leser dieser Literatur schon aufgefallen, dass es sich dann um jüdische Arbeiten lediglich aus der Zeit vor 100 Jahren handelt, während doch vorbildliche, nichtjüdische aus jüngster Zeit angeführt werden. Sollten die modernen jüdischen Grabzeichen nicht des Erwähnens wert sein? Dass diese Vermutung leider zutrifft, wird jeder nach einem Gang über die neueren jüdischen Friedhöfe zugeben müssen! 0 Moed katan 18 a.

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