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Jeschurun · 1922-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1922) · p. Seite 226

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1922)
Date
1922-05-01
Page
Seite 226 (sequence 50)
Language
German
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226 Mar Samuel Corruption מר עוקבא für רב״ עוקבא gesetzt worden. Diese Corruption findet sich aber auch an manchen Stellen im Jeruschalmi (cf. Jerusch. Megilla IV, 11 מר עוקבן בשם רבנן דתמן und Frankel, Introd. in Hieros. p. 120 b). Jerusch. Sota IV, 3 werden sogar beide Titel zusammengenommen רבי מר עוקבא. Vielleicht ist dies ein aus Babylonien nach Palästina gewanderter Gesetzeslehrer, der früher in seiner Heimat מר und in Palästina רבי genannt wurde. Jedenfalls darf dieser nicht verwechselt werden mit Samuel’s Zeitgenossen Mar Ukba, der Exilarch war. Jener Mar oder Rabbi Ukba war es also, der von Palästina aus ein Schreiben an den Resch Galutha sandte, um ihm wegen musikalischer Unterhaltung Vorwürfe zu machen. V. Es hindert uns also garnichts mehr, die Angabe Seherira’s für richtig zu halten. Nur dadurch begreift man, warum Samuel, der doch Mar Ukba’s Lehrer war, jenem den Vorsitz einräumte, wenn sie zusammen zu Gericht sassen (Moed katan 16 b). Ausserdem finden wir auch andere Gesetzeslehrer zu Mar Ukba gehen, um von ihm als die höchste Instanz über Streitigkeiten entscheiden zu lassen (cf. Kethuboth 69 a) woraus zu ersehen ist, dass er Exilarch gewesen. Note C. Fürst (Kultur- und Literaturgeschichte der Juden in Asien I. S. 165 Anm. 492) behauptet, dass die Hawajoth, die scharfsinnigen Disputationen, erst zur Zeit Raba’s (gest. 352) entstanden seien, und erst Raba habe diesen Ausdruck auf frühere Zeiten übertragen und von Hawajoth de Rab und Schemuel gesprochen. Dies beruht aber auf einem doppelten Irrtum. 1. In Ta’anith 24 a ist es nicht Raba (רבא), sondern Rabbah (רבה), der Lehrer Raba’s der הויות דרב ושמואל braucht. Eine Corruption רבה für רבא kann an dieser Stelle nicht angenommen werden, da gleich darauf (24 b) von רבא ein änlicher Vorfall erzählt wird, woraus wir ersehen können, dass früher nicht von ihm die Rede war. Es ist daher in Sanhedrin 106 b, wo in unsern Talmud-Ausgaben für denselben Spruch diese Leseart רבה vorliegt, eine Emendation vorzunehmen. Scherira, der diese Stelle zitiert, (Epist. Scher.

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