Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1922)
- Date
- 1922-05-01
- Page
- Seite 225 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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Mar Samuel 225 -2- Würdigkeit noch in Frage steht, gegen die allerzuverlässigten Angaben Scherira's gar nichts beweisen. Sagt doch Gr. selbst (1. c. S. 496), dass man gerade an dieser Stelle des S. 0. Z. zwischen Huna und Anan einen Exilarchen hineinschieben muss und wer weiss, ob nicht Anan ענן eine Corruption aus Ukban עוכבן ist, was oft für Ukba vorkommt. Mar Ukba kann allerdings nicht gleich nach Huna Exilarch geworden sein, weil er dann mit Samuel gleiches Alter gehabt hätte, was schwer anzunehmen ist. Scher, sagt auch nicht, dass M. U. unmittelbar nach Huna fungiert hätte, er behauptet nur, dass nach Huna ein Exilarch M. U. gewesen sei. Der Exilarch zwischen Huna und M. U. war Scher, nicht bekannt, da ihm nur die berühmtesten Exilarchen bekannt waren. IV. Gr. selbst scheint auf den Beweis a kein so grosses Gewicht zu legen, das Hauptgewicht der Beweiskraft soll nach ihm der Beweis b aus den beiden Talmuden tragen. Doch bei näherer Betrachtung wird auch dieser Bewreis sich als nichtig erweisen. Schon der Ausdruck משלח נתב müsste einiges Bedenken erregen, da dieser Ausdruck gewöhnlich nur bei einem aus Palästina kommenden Gutachten gebraucht wird. Und in der Tat ist der Vorwurf, den Gr. Scherira macht, dass er sich durch die Namenähnlichkeit zu einem Irrtum verleiten lassen habe, ein solcher, der am meisten Gr. selbst treffen muss. Der Mar Ukba, der dem Exilarchen Vorwürfe wegen seiner musikalischen Unterhaltung macht, ist' nicht der Babylonier Mar Ukba, der ja selbst Exilarch war, sondern ein späterer palästinensischer Gesetzeslehrer. Im Talmud Babli kommt ein Mar Ukba vor, der ein Schüler R. Josua b־. Levi’s war. (Berachoth 10 a) משדר אגדתא קמיה דרבי יהושע ק לוי). Dieser muss natürlich ein Palästinenser gewesen sein, da R. Josua b. Levi ein palästinensischer Gesetzeslehrer war. Unumstosslich ist dies erwiesen dadurch, dass dieser Schüler R. Josua’s im Jerusch, nicht מר (das bekanntlich ein babylonischer Titel ist), sondern רבי עוקבא genannt wird (Jertisch. Chagiga 11,4 רבי עוקבא בשם רבי יהושע בן לוי.) Es ist also im Babli durch eine 4