Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1922-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1922) · p. Seite 220

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1922)
Date
1922-05-01
Page
Seite 220 (sequence 44)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2292929-2293011-2293015--05649-2298932
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

220 Mar Samuel der kalten Luft (Baba mezia 107 b, Jerusch. Sabbat X1Y, 3; Levit. Rabba cab. 16); beide sprechen den Zaubereien in dieser Beziehung ihre Bedeutung ab (1. c. und Cholin 7 b.). Was aber ebenfalls auffallend ist, dass ist der Umstand, dass, ־wie in Gittin (87 b) berichtet wird, R. Chanina einen Palmzweig als seine Unterscbrift zeichnete und eben dasselbe Zeichen auch Samuel zu seiner Unterschrift gebrauchte (Jerusch. Gittin IX, 14). Mit Recht bemerkt Rapoport (Bikkure ha-Ittim, VIII),' dass die Aerzte damals deswegen die Zeichen gebrauchten, weil sie die Datteln für ein Universalmittel hielten, was aus vielen Stellen des Talmud hervorgeht (cf. Rapoport 1. c. p. 17). Es geht daraus mit Gewissheit hervor, dass Samuel in der Arzneikunde R. Chanina zum Lehrer gehabt. Wie leicht lässt sich nun schlie3sen, dass Samuel von demselben Lehrer auch in der Traditionslehre unterrichtet worden, da dieser einer der ausgezeichnetsten Schüler des R. Juda war und von ihm sogar zu seinem Nachfolger ernannt wurde. Allerdings kann man fragen: Wie kommt es, dass Samuel gar keine Lehre im Namen seines Lehrers R. Chanina tradiert? Allein diese Frage kann obige Ansicht nicht widerlegen, selbst wenn wir nicht mit Gedalja ibn Jachja (Schalschelet ha-Kabbalah) Bechoroth 11b אמי דבי שמואל א״ר חנעא in אמר שמואל א״ר חנעא emendieren. Denn angenommen, Samuel hätte Levi allein zum Lehrer gehabt: so bleibt ebenfalls die Frage offen: Von wem hat Samuel alle die Traditionslehren, die er uns überliefert und die offenbar aus sehr alter Zeit stammen, gehört, da er iin Namen Levi’s nur wenige (meines Wissens nur 5, von denen 4 bei Heilprin v. Samuel zu finden und ausserdem noch Gittin 13 b tradiert. Von Samuel sind aber nun im baby- Ionischen Talmud mehr als 15U0 Lehren verzeichnet, von denen ein grosser, vielleicht der grössere Teil seinen Lehrern angehört, die er aber nicht mit Namen nennt, wahrscheinlich wreil diese selbst wieder sie nicht als ihre eigenen Lehren, sondern als Traditionen älterer Tanaim vortrugen, in deren Namen auch wirklich sehr oft von Samuel tradiert wird (man vergleiche z. B. Berachot 27 a, 40 a, Sabbat 15 a, 17 b, 40 b, Erubin 13 a, 13 b, Jebamoth 14 a, 80 a, 100 b, Ketuboth 26 a, 44 a, 57 a, 87 a,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.