Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1922)
- Date
- 1922-05-01
- Page
- Seite 217 (sequence 41)
- Language
- German
- Belongs to
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Untersuchungen über die Entwicklung usw. 217 gerecht, während die bereits von Nachmanides1) vertretene wissenschaftliche Erklärung (״wegen dessen, was Gtt mir beim Auszug . . . getan hat״) nur schwer mit den Tonzeichen in Einklang gebracht werden kann. Nu 9,10 lesen wir -דבר אל־בני ישראל לאמר איש איש 3י _יהיה טמא 1 לנפש איו בדרזי רההה לכם א1 לדרוזיכם V ** J : < V T I T : Iw: VVT J•• T JV : 1• Alle Gründe für die Setzung eines Legarmeh wie sie auch hei I. M. Japhet, Die Akzente der heiligen Schrift (Frankfurt a. M. 18Ö6) S. 115 ff. in ausführlicher Weise erörtert werden, versagen hier. Das Wort טמא, welches in engster Verbindung mit לנפש steht (״unrein geworden an einer Person״), trägt Legarmeh, welches ein Trennungs akzent ist2). Die einzig mögliche Erklärung ist, dass es eine traditionelle Auslegung geben muss, nach welcher die beiden Wörter als von einander getrennt zu betrachten sind. Und in der Tat findet sich eine solche Deutung in Pesachim 67 a. Dt 26, 5 lautet: מחכימה TVVארמי אבד אבי ... Der Sifra z. St. lautet: מלמד שלא ירד יעקב לארם אלא לה אגד ומעלה שעל לבן האדם״ כאלו אבדן. Die traditionelle Auslegung lautet also: ״Der Aramäer wollte meinen Vater vernichten“. Demgegenüber steht die in der Neueren3): ״Ein umherirrender Aramäer war mein Vater“. ג) Cu D. K. Marti. Kurzer Handkommentar zum Alten Testament (Tübingen 1900), wo zu lesen ist: זה גושיה TD£.2: entweder steht זה als Relativum oder ist לי . *.FiPH ein an das Demonstrativum זה angehängter Relativsatz ohne Pronomen. Ersteres ist poetischer Gebrauch von זה, letzteres hat keine Analogien, auch wäre statt זה eher ־זאת zu erwarten. Vgl. auch E. Kautzsch, Die Heilige Schrift des Alten Testaments .... (2. Aufi. Freiburg 1896). 2) Cf. Samuel A r qu e v o 11 i in ערוגת הבושם (Venedig 1602) S. 85a: (Trennungsakzent)•ואין הלגרמיה טעם אלא סימן בעלמא שאותו הפונה הקודם לו הוא לבדו פרך בין יתר המונחים. 3) So Marti und Kautzsch. — S. R. Hirsch, der in seinem Pentateuchkommentar (6. Aufl. Frankfurt a/M. 1920) übersetzt: ״Ein Aramäer, dem Untergang nahe, war mein Vater,“ nimmt Stellung gegen die traditionelle Auslegung. Es ist dies umso auffälliger, als er sonst stets die traditionelle Auslegung bevorzugt, welche hier, wie Heidenheim nachweist-, auch vom sprachlich-grammatischen Standpunkt aus voll gerechtfertigt ist.