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Jeschurun · 1922-03-01 · Heft 3-4 (März 1922) · p. Seite 158

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 3-4 (März 1922)
Date
1922-03-01
Page
Seite 158 (sequence 78)
Language
German
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158 Untersuchungen über die Entwicklung usw. Platz war und die Massoreten trotz der Kürze der Zitate ihnen das richtige Verständnis entgegenzubringen vermochten. Als die ursprünglichste Form darf wohl die angesehen werden, dass die Wortformen (man nennt sie ״Schlagwörter״), welche die zu konstatierende Eigentümlichkeit zeigen, ohne jode weitere Stellenbezeichnung zu einer Liste zusammengefasst wurden * 1). Diese Entwicklungsstufe hat sich noch im Traktat Soferim erhalten. So fehlt z. B. in dem wichtigen Verzeichnis VII 3 jeder Stellennachweis. Es heisst dort .־nur: ,אלו כותבין דבר אחד וקוראין שנים: בא גד. אש דת. מאש תם מה לכם ...., während die analogen Listen P 99,100 wie immer die genauen Stellennachweise an geben. Solche Verzeichnisse aber mussten sehr bald zu Irrtümem führen; denn auch für die Massoreten, denen der Bibel- בארבעים אלף gemeint, welche nur einmal (Jud 5. 8) — ebenso wie בארבעים אלף (Jos 4,13)— in der Bibel vorkommt. Während P bereits die verbesserte Lesart mit אלף zeigt, hat H wie fast immer die ältere, ursprüngliche ohne אלף erhalten, die wegen ihrer Kürze zu dem Miss- Verständnis Anlass gibt. Ganz analog liegen in P 7 die Verhältnisse mit der Wortverbindung בהלרי קדשי בהררי קלש; in P 58 mit der Wort- Verbindung ב£2א שיחתום. Frensdorffs Frage dort findet durch unsere Erklärung ihre Lösung. l) Dass es eine Zeit gegeben haben muss, wo nur die Schlagwörter ohne jede Stellenbezeichnung in den Listen aufgeführt wurden, wird durch die Existenz von Listen bewiesen, welche Schlagw'örter bringen, ohne dass sich die betreffenden Bibelstellen dazu finden lassen. Spätere Hinzufügungen können sie wohl schwerlich sein; denn wären diese Beispiele in die Listen erst in einer Zeit aufgenommen worden, wo hei den Massoreten bereits die Methode Eingang gefunden hatte, zu den Schlagwörtern die betreffenden Bibelstellen in kurzer Form beizuschreiben, so hätten sie sich niemals durchsetzen können, weil die Bibelstellen eben unauffindbar waren. Die Fehlerhaftigkeit solcher Angaben erklärt sich aus Ueberlieferungs-(Abschreib־) feliiern, die deshalb leicht eindringen konnten, weil die Angaben zu kurz und daher missverständlich waren. So ist (in P 2) das fehlerhafte אל אחינו — על אהעו zu korrigieren in (Lev. 13,2) אל אהד und (Gn 22, 3) על אהד_. Aehnliche Verwechslungen mögen bei על אסף in P 2. על לימזחה. und אל קולף in H 2; ferner bei כיא הגבול in H 3 vorgekommen sein.

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