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Jeschurun · 1922-03-01 · Heft 3-4 (März 1922) · p. Seite 130

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 3-4 (März 1922)
Date
1922-03-01
Page
Seite 130 (sequence 50)
Language
German
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Mar Samuel 130 in Talmud vorkommt, es nicht so zu erklären sei, als ־wäre in der Misehna ein Fehler, sondern es hat der Miscknalehrer nach einer An־ sicht, für die er sich entschieden, die Lehre in der vorliegenden Form vorgetragen, die Spätem aber, die durch andere Ueberlieferungsquellen veranlasst wurden, von dieser Ansicht abzuweichen, mussten auch die darauf gegründete Misehna umändern und sie nur so in die Reihe der für die Praxis gültigen Vorschriften aufnehmen. Ich glaube, diese Auffassungsweise, die aber noch einer gründlichen Untersuchung bedarf, könne auch auf manche andere Erklärungen der Emoraim ausgedehnt werden; sowie sie nicht bei jedem הסורי מחסר א angewendet werden muss; cf. Frankel, IntrodL in Hieros, p. 30a, auch Sebachim 114b und Raschi das. 116) Pesachim 37 b, Jebainoth 108 b תברא מי שעגה זו לא עבה זו. 117) Pesachim 17 b. 118) Sebachim 28 a. 119) Ueber die etymologische Bedeutung des Wortes הויה vgL Landauer, Ma’arche Lasehon s. v. Rapoport• Toiedoth de R. Nathan, p. 63 und Fürst Kultur- und Literaturgeschichte e, c. p. 160. Eine neue Vermutung s. im Anhang, Note E. 120) Berachoth 20 a, Ta’anith 24 a, Sanhedrin 106 b. Fürst’s Ansicht (1. c. p. 165 ff.), dass diese Hawajoth erst der Zeit Abaje’s und Raba’s angehören, beruht, wie Anhang Note E bewiesen wird, auf Irrtum. 121) z. B. die Regel: הרבה כדברי הסיקל באבל. Bei den Gesetzen über Trauergebräuche ist immer die erleichternde Ansicht die massgebende (Bechoroth 49 a) u. a. 122) Erubin 46 b, 47 a, 81b; Pesachim 27 a, Nidda 7 b. 123) Megilia 18 b; Jebamot 83 a. 124) ei‘, z. B. Cholin 42 b und Raschi das.; Moed katan 12 a und Tosephot zu Aboda sara 21 b v. אריסא. 125) Epist Scher, p. 10. cf. Hirsch 1. c. S. 95 f. 126) Cholin 7 a, Epist. Scher. ]. c. p. 13. 127) R. Samuel ha Nagid, Introductio in Talmud v. הודאה; Epist. Scher. 1. c. Nicht ganz richtig in Fürst’s Kultur- und Literaturgeschichte e. c. S. 198. Die dort gegebene Definition des Begriffes Horaah ist zu weit, wie es in den angeführten Stellen ersichtlich ist. Es wird übrigens auch der Ausdruck הוראה dafür gebraucht, dass Jemand bei einer Controverse für eine Meinung entscheidet. Wenn hier behauptet wird, dass jede Horaah nur dann Anerkennung gefunden habe, wenn sie auf alte Lehren zurückgeführt wurde, so will dies nicht sagen, dass sie aus •denselben bewiese n werden musste, sondern sie musste bloss in der alten Lehre enthalten sein können. So z. B. kann חליף unter הסד oder ביקב subsumiert werden (Cholin 43 a, Raschi). Erst nach Abschluss

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