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Jeschurun · 1922-03-01 · Heft 3-4 (März 1922) · p. Seite 113

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 3-4 (März 1922)
Date
1922-03-01
Page
Seite 113 (sequence 33)
Language
German
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Der moderne Kampf usw. 118 überhaupt wäre dieser Stein schon damals bei Jakobs Weg- Wanderung eine Gotteswohnung gewesen, und der ebenerwähnte Wortlaut jener Uebersetzung würde also unsinnig sein. Nein, V. 22 muss natürlich unbedingt heissen ״und dieser Stein soll ein Gotteshaus werden״, d. h. den Anfang von einem ganzen Gotteshaus bilden. Also der Text enthält mindestens drei entscheidende Hindernisse der Auffassung jenes־ Steines als eines Fetisches. Was nun aber mag, trotzdem dass die Sache nach dem Texte so liegt, die jetzt so vielfach vertretene Behauptung veranlasst haben, dass jener Stein doch von Jakob als ein Fetisch verehrt worden sei? Nun als Sprungbrett zu dieser Behauptung wird die Stelle 35, 7 benützt, wo wir von Jakob lesen: ״Und er baute einen Altar und nannte den Ort ״Der Gott von Bethel״. Dies bedeutet ״der Gott, der sich in Bethel kundgegeben hat״, wie die Fortsetzung ״denn dort hatte sich ihm die Gottheit enthüllt“ verlangt. Diese Benennung des gebauten Altars mit ״Der Gott von Bethel“ prägt nur die dankbare Erinnerung daran aus, dass Gott einstmals diesen Ort — aus gnädigem Erbarmen mit dem so einsamen Jüngling — als Erscheinungsstätte gewählt hatte. Aber eine Gleichsetzung des Altars mit der Gottheit darf dem Erzähler nicht zugeschrieben werden. Denn dieser lässt ja Gott vom Himmel her sich enthüllen (21,17 usw.). Also bemerkt Kautzsch in seinem Bibelwerk mit Unrecht zu 35,7: ״Diese Stelle zeigt, dass das u u m e n loci [d. h. der Lokalgott] von 28, 17 ff. auch für den Erzähler von 35,7 noch unvergessen war“. Nein, der Text von 35,7 zeigt das nicht, sondern die Gleichsetzung jenes Altars mit der Gottheit beruht bei Kautzsch und den andern Wellhausenianern nur auf der Voraussetzung, dass die Patriarch enreligion auf der Stufe des Fetischismus gestanden habe. ‘23) 23) Eine noch weitere Auseinandersetzung mit den Wellhausenianern aber diesen wichtigen Punkt gibt meine kürzlich erschienene .,Theologie des alten Testaments1*1922) ׳ , S. 37f.

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