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Jeschurun · 1922-03-01 · Heft 3-4 (März 1922) · p. Seite 100

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 3-4 (März 1922)
Date
1922-03-01
Page
Seite 100 (sequence 20)
Language
German
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100 Der moderne Kampf usw. des Zeugnisses der israelitischen Schriftsteller erst im weiteren Fortgang dieser Untersuchung festgestellt werden soll. II. Die neuerdings gewöhnliche Beurteilung der Geschichtsbücher Israels als Gegnerin der Patriarchenreligion. Aber kaum liegt der eine Bekämpfer der überlieferten Patriarchenreligion am Boden, so tritt schon wieder eine zweite Gefahr für sie in unser Sehfeld. Diese Gefahr liegt in der jetzt landläufigen Einschätzung, die man weithin den Geschichtsb ü c h e r n Israels besonders über dessen früheste Zeit zu Teil werden lässt. Von den abschätzigen Urteilen, die jetzt über den Wert dieser Geschichtsbücher geäussert zu werden pflegen, ist ja das noch ein glimpfliches, wenn gesagt wird: ״Ueber die Anfänge Israels ist Dunkel geh reitet“1S). Andere neuere Urteile über diese Geschichtsbücher haben einen noch viel gefahrdrohenderen Wortlaut. Denn von den meisten jetzigen Bearbeitern der Geschichte Altisraels wird jetzt behauptet, dass die ältesten Geschichtsbücher über die Anfänge Israels erst um 850 entstanden seien. So lesen wir es nicht nur, wie schon erwähnt, bei Gunkel in seinem Kommentar zum 1. Buch Mose (1910), S. LXXXIX, sondern auch bei Delitzsch, die grosse Täuschung (1920), S. 7. Ein Allerneuester, W. Erbt in seinem soeben erschienenen Buche ״Das Judentum״, S. 40 macht ״die sögenannten fünf Bücher Moses״ sogar zur ersten Ausgabe eines seiner Phantasie entsprungenen ״Buches der Ursprünge״, das er in der Zeit des Königs Ahas, also um 730 entstanden sein lässt. Wenn diese jetzt gewöhnlichen Behauptungen auf Bichtigkeit Anspruch machen könnten, würde dies selbstverständlich verhängnisvoll für den Wert dieser Geschichtsbücher und, folglich auch für die Wirklichkeit der Patriarchenreligion sein. Welch zwingender Anlass liegt also vor, diese jetzt landläufige Behauptung auf ihre Sicherheit zu untersuchen! Dies führt aber nach meiDen ForschuBgen zu folgenden Sätzen. 18) z. B. bei Meinhold, Einführung in das alte Testament (1919), S. 53c-

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