Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1922)
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
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Nachtrag zu »Philosophie des Organischen" 71 u^t ein Weiteres, um viele jüdische Kinder diesen unjüdischen Bildungsstätten in die Arme zu treiben. Hier zu helfen, ist unser Lehrerseminar berufen. Können wir genügend vorgebildete Kräfte in ihm grossziehen, so braucht kein jüdischer Vater mehr sein Kind in Gewissensnot einer fremdgesinnten Schulen zuzuführen; doch könnten in weiterer Ferne mit begabten Elementen städtische Schulen mit Gewerbeabfeilungen, technische Mittelschulen begründet werden, die durch ihre bessere Anpassung an das Erwerbsleben mit Erfolg gegen die jüdischen Gymnasien auftreten können. Schwer ist der Weg, der vor uns liegt; doch lohnend winkt das Ziel an seinem Ende. In der Hochburg des jüdischen Lebens im Osten, in Litauen, 8011 ein Geschlecht vor der Unwissenheit, vor dem völligen Abfall gerettet werden! Nachtrag zu ״Philosophie cl. Organischen“. (Jeschnrun VIII, 480—504). Wir werfen noch die Frage auf: Aus welchen allgemeinen Gedankengängen heraus mag wohl das religiöse Denken sich für die vitalistische Biologie und die darauf aufgebaute Philosophie entscheiden? Könnte es nicht nach Art der materialistischen Argumentation, mit der die französischen Aufklärer sich beschäftigt haben, sich zu einem Hylozoismus bekennen, der die Materie belebt sein lässt, oder eine chemische Theorie des Lebens annehmen (die aber selbst ein so skeptischer Mann wie F. A. Lange wie den Hylozoismus als Tod der exakten Wissenschaft bezeichnet, denn der Vorzug der klassisch-mechanischen Schule ist die umfassende räumlich zeitliche Definition der untersuchten Tatbestände, und da [gibt es keinen Platz für geheimnisvolle Eigenschaften; das wäre ein Rückfall in den Materialismus von Demokrit.) Der Materie als solcher! will kein strenger Denker Leben zusprechen. Nur das glauben manche, dass ihre Anordnung Leben ermöglicht, im Sinne einer chemisch-physikalischen Struktur als Summe der einzelnen Kräfte. Ich bin der Meinung,