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Jeschurun · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 52

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 52 (sequence 52)
Language
German
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52 Die Religionsphilosophie Hermann Cohen s Aber die Eigenart ist ja nur durch einen neuen Inhalt, ja nur durch eine Modifikation des Inhaltes bedingt: ״Der neue Inhalt allein begründet die Eingliederung in das System.15) Es kann den Anschein haben, — diese Scheidung sei gekünstelt, aber sie soll auch erst ihre Bewährung zeigen. Auf allein drei Richtungen des Bewusstsein fussend hat diese Eigenart selbst ״für den Systembegiiff der Philosophie eine neue Erfüllung zu erbringen.4'16) Und sie erbringt sie, sie leistet mehr, als man erwartet. Ist nicht nur krönender Schlussstein, ist wahrhaft der Odem, der dem starren System Leben und Seele einhaucht, letzte Erfüllung bringt und neuen Sinn erschliesst. Das aber leistet der ״Begriff des religiösen Individuums.44 II. Das absolute Individuum. Weder Logik, Ethik noch Aesthetik können das Individuum in Reinheit zur Enfaltung bringen. Die Logik kennt nur die Kategorien der Mehrheit und der Allheit, das Einzelne nur als Abstraktion der Mehrheit oder Allheit, die Ethik das Individuum nur als Rechtssubjekt, als Glied der Rechtsgemeinschaft das ״Ich״ als Korrelat des ״Du“, in Projektion auf die Idee der Menschheit, die Aesthetik nur als'Typus. In seiner Absolutheit, Isolierung fasst es erst die Religion, entdeckt es am Problem der Sünde, führt es zur Verwirklichung am Begriff der Erlösung. Schon die Ethik weist den Weg, zeigt die Möglichkeit des ״Ich44 am Problem des Du44. Hier liegt eins der bedeutsamsten Gedankenmotive Cohen’s, dass auf dem Umwege des ״N i c h t - I c h4V das ״Ich״ erst gefunden wird, am Bewusstsein des Anderen, das Selbstbewusstsein erwacht. ״Der Andere, der alter ego, ist der Ursprung des Ich.1 ״T) 15) ibid. p. 41. K>) ibid. p. 14 siehe dazu ebed. 1, 24 die Polemik gegen Hermann*. 17) Ethik d. r. W. S. 201,

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