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Jeschurun · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 32

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 32 (sequence 32)
Language
German
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32 Mar Samuel das Band der Freundschaft undxwar auch für ihr einheitliches Zusammenwirken von wohltätigem Einfluss. Es bedurfte auch der eifrigen und energischen Tätigkeit dieser beiden grossen Männer, um die geistigen und moralischen Zustände der babylonischen Gemeinden zu verbessern und den strengen Anforderungen des jüdischen Gesetzes gemäss zu gestalten. Denn die Volkserziehung war seit langer Zeit in Babylonien vernachlässigt, und selbst die Städte, in denen die Gesetzeskunde heimisch war, liessen in Betreff ihres sittlichen Zustandes gar Vieles zu wünschen übrig177. Die Schulhäupter liessen es sich daher angelegen sein, nicht nur ihre Schüler, sondern auch das Volk zu belehren und ihm die Wahrheiten der Religion in öffentlichen Vorträgen zum Verständniss zu bringen178. Sie zeigten ausserdem eine unermüdliche Tatkraft, wo es galt, das jüdische Religionsgesetz aufrecht zu erhalten und der mutwilligen Verletzung desselben zu steuern. Die Reinheit und Heiligkeit des Ehelebens glaubten sie durch einen festen Damm schützen zu müssen, indem sie die Beobachtung der jüdischen Ehegesetze besonders einschärften und gegen eingeschlichene Missbräuche mit Strenge eiferten179; aber auch den nur rabbinisch gebotenen zweiten Festtag schützten sie sorgfältig vor Entweihung, indem sie über diejenigen, die ihn nicht achteten, die Bannstrafe verhängten180. Dagegen liess Samuel bei den Gesetzen über die Priester- und Levitenabgaben von den Felderträgnissen, die, ursprünglich nur für Palästina gegeben, dennoch aber auch im Auslande ausgeübt wurden, vielfache Erleichterungen eintreten und diese geringschätzige Meinung Samuels von der Ausübung dieser für Babylonien bedeutungslosen Gebote bewirkte, dass sie daselbst später gänzlich aufgehoben wurden. Durch die vereinigte Tätigkeit Rab's und Samuel's ist auch die Liturgie vielfach ausgebildet und bereichert worden. Manche neue Hymnen und Segenssprüche wurden von Beiden gemeinschaftlich verfasst, wie die Eulogie über die allweise Einrichtung des menschlichen Organismus und der als *eine Perle״ bezeichnete Hymnus beim Scheiden des Sabbaths an

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