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Jeschurun · 1922-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1922) · p. Seite 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1922)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1922)
Date
1922-01-01
Page
Seite 31 (sequence 31)
Language
German
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Mar Samuel 31 in den Fällen geschah, wo es als notwendige Konsequenz des neu aufgestellten Grundsatzes sich ergab171. Samuel hatte sich in seinen Hoffuungen nicht getäuscht. Seine Bemühungen, j die Juden mit dem herrschenden Volksstamme auszusöhnen, waren von dem schönsten Erfolge gekrönt. Von der Durchführung der von Verfolgungssucht diktierten harten Gesetze geschieht keiner weiteren Erwähnung; im Gegenteil sieht man Juden und Perser, wenigstens zur Zeit Samuels, friedlich und im freundschaftlichem Verkehr mit einander leben. Die nähere Berührung, in welche auch die Juden Palästina^ damals mit. den Heiden gekommen waren, hatte auch den Patriarchen R. Juda II veranlasst, das von den Schulen Hillers und Samai’s (um 50 n. ü. Z.) verbotene heidnische Oel für erlaubt zu erklären, weil die Beobachtung des Verbotes zu beschwerlich gefallen und es ohnehin bei den Juden noch nicht -allgemeiner Gebrauch geworden war, sich des heidnischen Oeles zu enthalten172. Als R. Simlai173 die Nachricht von dieser Verorduung des Patriarchen nach Babylonien brachte, war Rab hierüber so erstaunt, dass er diese Neuerung gar nicht einführen wollte. Samuel jedoch betrachtete die Gründe des Patriarchen als von so zwingender Natur, dass er, obschon nach seiner Meinung die Verordnung der HilleFschen und Samaitischen Schulen, selbst von einer Behörde, die jenen an Zahl und Weisheit überlegen wäre, nicht abgeschafft werden könnten174, dennoch in die Aufhebung dieses Verbotes einwilligte und auch bewirkte, dass sein Freund Rab nach langem Widerstreben endlich nachgab und selbst von dieser Erlaubnis tatsächlichen Gebrauch machte175. Zwischen den Häuptern der Hochschulen von Sura und Nehardea herrschte überhaupt Eintracht und brüderliche Liebe «nd sie wirkten in schönster Harmonie zusammen zur Verherrlichung und Verbreitung der Gotteslehre sowohl, als auch zur Verbesserung der Sittlichkeit und Veredelung des Volkes. Rab kam auch öfters zu Samuel nach Nehardea, sowie dieser mehrmals seinen Kollegen in Sura besuchte176 und diese häufigen Zusammenkünfte knüpften immer enger zwischen ihnen

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